Virtuelle Rückgabe

Die Basler Mission stellt über 28.000 historische Fotos ins Netz.

Von ki
Von 100 Jahren Missionstätigkeit sind unter anderem an die 50.000 Fotos geblieben. Mehr als die Hälfte davon sind jetzt im Internet zugänglich.
Konzipiert haben die Bildergalerie Paul Jenkins, Archivar der Basler Mission, und die Ethnologin Barbara Frey Näf.
Die Veröffentlichung der historisch einzigartigen Zeugnisse wird auch als Einladung zum interkulturellen Dialog verstanden, der sich vor allem mit den ehemaligen Missionsgebieten entspinnen soll. Eine symbolische und virtuelle Rückerstattung gewissermaßen.
Das Fotomaterial aus dem Zeitraum von 1850 bis 1950 stammt aus Afrika und Asien, großteils aus Ghana, Kamerun, Indien (Karnataka und Kerala) und China (Provinz Kanton). Meist betätigten die Missionare und Missionarinnen selbst den Auslöser.
Die Bilder veranschaulichen nicht nur die Tätigkeit der Mission und die Kolonialzeit, sondern auch die einheimischen Lebensverhältnisse. War die Basler Mission doch - zeitgenössisch ausgedrückt - „an der Basis“ orientiert.
Die protestantischen MissionarInnen stammten selbst zum Großteil aus bäuerlich-handwerklichen Verhältnissen. Man legte großen Wert auf individuelle Bekehrungserlebnisse, lernte die jeweilige Landessprache und propagierte ein einfaches, frommes Leben. Basler MissionarInnen gingen auch in die Dörfer, was ihren Blickwinkel auf die einheimische Bevölkerung erweiterte.

Neben einer Schlagwortsuche bietet das Archiv auch geführte „Rundgänge“:
So genannte „Visual Interpreters“ bieten eine auf englisch ausführlich kommentierte (leider in kleiner Schrift) Bilder-Auswahl nach Themen.
Als Visual Interpreters fungieren die Stadthistorikerin Sharada Dwivedi und der Architekt Rahul Mehrotra aus dem indischen Mumbai sowie Emmanuel Akyeampong aus Ghana, der in Harvard Geschichte unterrichtet.

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