Vom Imperialismus zum Empire. Nicht-westliche Perspektiven auf Globalisierung

Von Christine Kohlmayr ·

Sh. Randeria, A. Eckert (Hg.)

Sachbuch. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009; 337 Seiten, € 14,-

Ziel des hier vorliegenden interdisziplinären Bandes ist es, den dominanten Globalisierungsdiskurs um die Perspektiven aus der „nicht-westlichen Welt“ zu erweitern. Die Globalisierung hat nicht zur Angleichung von Lebensbedingungen geführt – dies zeigen die AutorInnen durch ihre Beiträge über Afrika, Asien und Lateinamerika deutlich auf.

In dem Sammelband wird ein weites Themenfeld abgesteckt: Die Auswirkungen supranationaler Institutionen und multinationaler Konzerne sowie die westliche Politik werden auf globaler, nationaler bis hin zur individuellen Ebene in den Entwicklungsländern aufgezeigt. Dabei kommen geschichtswissenschaftliche, politische, soziologische und ökonomische wie auch anthropologische Themen zur Sprache.

Timothy Mitchell beschreibt anhand der Konstruktion von Ägypten die Auswirkungen auf die einzelnen Bauern im Land. Ivan Krastev analysiert den politischen Werdegang von Korruption und die nicht immer notwendige negative Konnotation damit; Nancy Scheper-Hughes beschreibt den globalen Handel mit menschlichen Organen.

Die AutorInnen zeigen, wie notwendig die Überwindung der eurozentristischen Weltsicht durch das Aufzeigen von Problemen ferner und fremder Räume ist. Ein intensives wissenschaftliches Buch, um die Welt kritisch in Augenschein zu nehmen. Interessant wäre allerdings auch die wissenschaftliche Verortung der einzelnen VerfasserInnen gewesen.
 

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