Von Krieg und Frieden

In Salzburg beschäftigt sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert das „Friedensbüro“ mit den existenziellen Fragen der Menschheit.

Von Werner Hörtner

Der so genannte NATO-Doppelbeschluss Ende 1979, der die Aufstellung einer neuen Generation von US-Raketen in Westeuropa vorsah, und die anhaltende Militarisierung bewegten auch in Salzburg Menschen, sich in einem „Personenkomitee für Frieden und Abrüstung“ zusammenzuschließen. Aus diesem entstand dann 1986, im UNO-Jahr des Friedens, das „Friedensbüro Salzburg“. Es hat also schon ein Vierteljahrhundert erlebt.

Einen wichtigen Platz in der Arbeit des „Büros“ nimmt die Friedensarbeit ein: Projekte mit Schulklassen und Jugendgruppen, Workshops, eine Online-Plattform zu Fragen und Fakten über und gegen Krieg.

Im Herbst liegt ein Schwerpunkt auf Konfliktaustragung. In zwei Modulen werden auf Schloss Goldegg (19. – 21. Oktober und 16. – 18. November) Kompetenzen für ein offenes und direktes Austragen von Konflikten vermittelt. Es geht darum, die Schwierigkeiten und Hürden – und auch die Chancen – zu erkennen, um aus einem Spannungsverhältnis heraus konstruktive Lösungen zu entwickeln.

Das Projekt WhyWar.at ist für die Arbeit in Schulen und Jugendgruppen konzipiert, steht aber als Informationsplattform allen Interessierten offen. Es ist ein Versuch, die Frage nach dem Wesen des Krieges, seinen Ursachen und Folgen, aber auch nach Auswegen und Lösungen umfassend zu beantworten. Ein Workshop des Projektes beschäftigt sich mit den Hintergründen der Kriege in Ex-Jugoslawien; junge Erwachsene aus der ehemaligen Kriegsregion erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen und ihren Zugängen zum Thema „Krieg und Frieden“.

Das Friedensbüro gibt auch die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift „Kranich“ heraus. Mehr dazu auf www.friedensbuero.at

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen