Von Paten- und Freundschaften

Wolf, Reza und Daniela.

Im kühlen Amtsdeutsch heißen sie UMF. 2013 erreichten etwa 1.100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Österreich. Die Jugendlichen, die ohne Eltern oder andere erwachsene Bezugspersonen ins Ungewisse fliehen, stammen aus Afghanistan, Syrien, Somalia oder anderen Krisengebieten, viele sind Waisen oder Halbwaisen. In Österreich hoffen sie auf Schutz – und eine Zukunftsperspektive. Zuallererst erwartet sie hier aber ein kompliziertes Asylverfahren, das jahrelang dauern kann und das sie im Ungewissen lässt, ob sie überhaupt bleiben dürfen.  

Barbara und Kalander.

In dieser Situation brauchen junge Flüchtlinge vor allem auch Bezugspersonen, Menschen, die sich Zeit nehmen und sie unterstützen. Die Asylkoordination Österreich hilft mit connecting people, solche Menschen zu finden. Im Rahmen des Projekts werden in Österreich lebende Erwachsene zu Paten und Patinnen ausgebildet, Patenschaften vermittelt und nach Bedarf betreut. Die Erwachsenen verbringen mit den Jugendlichen Zeit und unterstützen sie, beispielsweise beim Deutschlernen, bei Behördenwegen, bei der Suche nach Ausbildungsplätzen oder beim Berufseinstieg. So entstehen ganz besondere Beziehungen, manchmal Freundschaften, die auch bestehen bleiben, wenn die Jugendlichen mit Erreichen der Volljährigkeit die Betreuungsstellen verlassen müssen. Seit 2013 unterstützt auch CARE Österreich das vielfach ausgezeichnete Projekt und finanziert zusätzliche PatInnen-Gruppen. 

Michaela, Mahammad und Günter.

Jedes Jahr werden rund 50 Patenschaften vermittelt. InteressentInnen erfahren bei einem der regelmäßig stattfindenden Informationsabende alles Wichtige über das Projekt und den Weg zu einer Patenschaft. Auch finanzielle Unterstützung ist herzlich willkommen.   red 

www.connectingpeople.at

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