Waldhorn trifft Oud

Von Werner Leiss

Irene und Franz Josef Himpsl mit ihren drei Söhnen Xaver, Ludwig und Franz bilden das Kernstück der Unterbibiberger Hofmusik. Zu Hause sind sie im unweit von München gelegenen Unterbibiberg, wo sie eine alte, umgebaute Schnapsbrennerei bewohnen. Die Himpsls gehen seit etlichen Jahren einen konsequent grenzüberschreitenden Weg. Und das mit allem Respekt und mit dem Wissen um die Wurzeln der Musik aus anderen Kulturen. 1994 war es der brasilianische Trompeter Claudio Rodoti, mit dem gemeinsam das Album „Bajazzo“ eingespielt wurde. Es folgte die Zusammenarbeit mit Musikern aus ganz unterschiedlichen Genres wie mit Andrew McNaughton, Jay Ashby und Matthias Schriefl.

Ihr türkisches Programm ist auch keineswegs an den Haaren herbei gezogen. Sie weilten auf Einladung des Goetheinstituts in Istanbul und Izmir. Sie lernten wunderbare Musiker und eine große Gastfreundschaft kennen. Herr Himpsl erklärt: „Seit mehr als 300 Jahren sind die ungeraden Taktarten und Makamlar der türkischen Musik unüberhörbar Vorlage für die Musik des Balkan, die wiederum unsere Musik beeinflusst.“ Somit ist alles klar. Trompete, Akkordeon und Waldhorn treffen ganz selbstverständlich auf die von S¸eref Dalyano˘glu gespielte Oud.

Unterbibiberger Hofmusik
Bavaturka – Türkische Reise
Himpsl Records, Vertrieb: Edel

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