Was wirklich wichtig ist

Von Magdalena Sedmak · ·

Jugendliche aus Europa waren im Zuge des Südwind-Projekts „Yourotrip“ in Brüssel. Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin.

„I feel so important“, sagt ein Mädchen aus Rumänien, als sie im Plenarsaal des EU-Parlaments steht. Sie ist mit uns im Rahmen des „Erasmus+“-Projekts „Yourotrip“, organisiert von Südwind, nach Brüssel gekommen. „Ich fühle mich selbstbewusster in meiner Aktivisten-Rolle“, sagt ein Jugendlicher aus Griechenland. Denn: „Es kommt mir vor, als würde niemand zu Hause wirklich verstehen, dass der Klimawandel unser Problem ist, dass wir etwas dagegen unternehmen müssen; dass es wichtig ist, sich zu engagieren und sich damit auseinanderzusetzen. Es tut gut, unter Gleichgesinnten zu sein“, erklärt er, nachdem er seine Forderungen für ein klimagerechtes Europa im EU-Parlament vorgetragen hat.

Austausch mit dem Nachwuchs. Für zwei Tage kamen sie im Mai 2022 in Brüssel zusammen: Repräsentant*innen aus acht verschiedenen Ländern, Portugal, Spanien, Rumänien, Dänemark, Großbritannien, Griechenland, Frankreich und Österreich, trafen sich, um die Forderungen der Jugendlichen vorzustellen.

Seit Juli 2021 begegneten sich die Teilnehmer*innen bei Konferenzen. Diesen Mai diente das gemeinsame Wiedersehen der Vorbereitung und Reflexion der dadurch gewonnen Freundschaften, Erkenntnisse und des gemeinsam entwickelten Selbstbewusstseins. Diesmal diskutierten die Jugendlichen mit den EU-Abgeordneten Stelios Kympouropoulos von der griechischen liberal-konservativen Partei Nea Dimokratia und Maria de Graça Carvalho, portugiesische Politikerin der Partido Social Democrata.

Beide betonten, dass das Engagement und der Aktivismus der EU-Bürger*innen essenziell sei, um die Welt nachhaltig unseren Wünschen entsprechend zu verändern. Der aktive Dialog zwischen Parlament und Bürger*innen — vor allem mit der Nachwuchsgeneration – sei ihnen wichtig.

Der Welt anders zuwenden. Im Anschluss an die Round-Table-Präsentationen wurden Fotos gemacht, gefolgt von einer Führung durchs EU-Parlament. Wie ein eigener Planet, so eindrucksvoll, riesig und labyrinthartig, kam es uns Teilnehmer*innen vor. Besonders auffallend war eine Kunstinstallation, die wie große metallene Fäden, die einander ab und zu berührten, vom Himmel zu fallen schien. Diese Skulptur stehe für die Verbundenheit aller Länder miteinander – bewegt sich eines, bewegen sich automatisch alle anderen. Wenn wir diese Verbundenheit anerkennen, dann können wir uns der Welt anders zuwenden.

Be the change! And you will see (it in) the world!

Magdalena Sedmak studiert Philosophie an der Uni Wien.

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