Wassermangel droht

Der Bedarf an Frischwasser steigt bei zunehmend knapper werdenden Ressourcen.

Von Lydia Matzka
Wasserknappheit ist längst nicht mehr nur ein Problem des Südens. ExpertInnen befürchten einen weltweit auftretenden Wassermangel in 25 Jahren. Der Bedarf an Frischwasser werde im Jahre 2025 um 40 Prozent höher liegen als noch 1995. Dies berichtete kürzlich die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Rohbericht der Welt-Wasser-Kommission, die der UNESCO angeschlossen ist.

Vom 17. bis 22. März findet eine Konferenz des Welt-Wasser-Forums in Den Haag statt, wo der Bericht die Grundlage der Diskussionen bildet. Es ist dies die zweite Konferenz nach der Welt-Wasser-Konferenz im marokkanischen Marrakech im März 1997.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit wird höchstwahrscheinlich auch an der Konferenz teilnehmen. 1999 hat sie circa 130 Millionen Schilling für Trinkwasserversorgung und Siedlungshygiene in Ländern des Südens ausgegeben.

Der Wasserbedarf in Landwirtschaft, Industrie und in städtischen Regionen wird im Jahre 2025 auf geschätzte 4,3 bis 5,2 Kubikkilometer steigen. ExpertInnen fordern daher Maßnahmen zur Verminderung des Wasserverbrauchs.

Um den drohenden Wassermangel abzuwenden, werden für die nächsten 25 Jahre für den gesamten Wassersektor (Verminderung des Verbrauchs bis zur Siedlungshygiene) Innvestitionen in der geschätzten Höhe von jährlich 180 Mrd. Dollar benötigt. Das sei doppelt so viel wie bisher weltweit im Wassersektor investiert werde.

Konkrete Ergebnisse sind von der Konferenz in Den Haag nicht zu erwarten, "jedoch ist es wichtig, dass das Thema "Wasserknappheit" aufgegriffen, auf Ministerebene diskutiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird", meint Hans Schattauer vom Institut für Wasservorsorge in Wien.

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen