Weniger kostet mehr

Das Fasten hat weltweit und in den unterschiedlichsten Religionen in den verschiedensten Ausführungen eine lange Tradition. Hierzulande ist die Enthaltsamkeit, besonders was die Ernährung betrifft, zum Dauerbrenner geworden.

Das ganze Jahr über bietet uns die Werbung in ihrer marktschreierischen Manier diverse Fastenprodukte. Sie seien kalorienfrei und -reduziert, entgiftend oder „außergewöhnlich“ ungiftig, regenerierend und aktivierend für unser wertes Wohlbefinden. Dass diese Produkte ein bissl mehr kosten müssen, will uns die Wirtschaft einreden, immerhin ist ja weniger drinnen. Also weder Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und vielleicht nicht einmal Palmöl. Wenn der Frischkäse oder die Chips ohne diese auskommen, dann handelt der Hersteller auch gleich umwelt- und entwicklungspolitisch verantwortungsbewusst und darf noch etwas draufschlagen. Werbelogisch, oder?

Nur, können wir das nicht eigentlich auch billiger haben? Die Fastenzeit kann auch eine gute Gelegenheit sein darüber nachzudenken, was wir das ganze Jahr über wirklich brauchen. Denn vielleicht können wir unseren Hunger auch ganz ohne kalorienreduzierten Frischkäse oder Chips stillen. Einen Versuch wär’s wert.   cs

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