Wirtschaft ist kein Schicksal

Von Brigitte Pilz ·

Wir wollten mit dem Thema „Politik für Entwicklung“ folgender Frage nachgehen: Welche Politik brauchen wir, damit wir einer nachhaltigen Entwicklung für alle näher kommen? Es ist offensichtlich, dass die Praxis der letzten Jahrzehnte nicht zielführend war.
Peter Niggli zeigt in seinem Beitrag auf, dass erstens Politik und Wirtschaft eng verflochten sind und dass zweitens die wirtschaftliche Globalisierung eine der zentralen Ursachen für Armut und Not in weiten Teilen der Welt ist. Politik und Wirtschaft sind von Menschen gestaltet und daher veränderbar. Vor Jahren hieß eine Kampagne des damaligen ÖIE (heute Südwind Entwicklungspolitik) und zahlreicher Partnerorganisationen: Hunger ist kein Schicksal! Hunger wird gemacht! Ebenso kann man sagen: Wirtschaft ist kein Schicksal! Wirtschaft wird gemacht!

Es gibt sie, die Konzepte, wie die internationale Gemeinschaft die globalen Probleme in den Griff bekommen könnte. Die Einsicht ist gewachsen, dass es nicht mehr nur um Linderung der Not „dort“ geht. Probleme bei uns – Arbeitslosigkeit, Migration, Umweltzerstörung, Entfremdung, soziale Kälte und vieles mehr – hängen nicht zuletzt mit der real praktizierten Globalisierung zusammen. Anderes Wirtschaften tut Not. Und deshalb brauchen wir eine Politik, die über nationale Grenzen hinausdenkt und über den nächsten Wahltermin.
Franz Nuscheler stellt das Konzept der Global Governance vor. Als eine der Voraussetzungen nennt er Demokratie. Häufig wird beklagt, dass unsere politischen Modelle gerade für Afrika nicht passen. Was dann? Dominic Johnson zeigt auf, welche Denkansätze es dort gibt, Entscheidungsstrukturen hin zu den Betroffenen zu bringen.
Und schließlich stellten wir uns die Frage: Wohin geht die Reise? Oder: Was ist Entwicklung? Andreas Novy hat Überlegungen dazu angestellt.
Es gäbe zu dem Thema „Politik für Entwicklung“ noch viel mehr zu sagen. Wir wollten Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, ein paar Denkanstöße geben und hoffen, dass dies gelungen ist.

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