Wo Handys sonst noch helfen

Landwirtschaft. Kleinbäuerinnen und -bauern können durch digitale Innovationen produktiver und weniger abhängig von Zwischenhändlern werden. In Kenia geben ViehzüchterInnen beim Service iCow Informationen zu ihrer Herde ein und bekommen dann Erinnerungen, etwa zu Impfungen. Der Agrar-Informationsservice Reuters Market Light informiert indische Kleinbäuerinnen und -bauern per SMS über Wettervorhersagen oder Getreidepreise auf ihren lokalen Märkten.

Gesundheit. Menschen ohne ausreichenden Zugang zum Gesundheitssytem profitieren sehr von mobilen Möglichkeiten. In Kenia werden zehntausende KrankenpflegerInnen aus ländlichen Gebieten in der „Virtual Nursing School“ online trainiert. In Uganda verwendet man immer mehr tragbare Diagnosegeräte, deren Ergebnisse per Handy oder Laptop zur Auswertung weitergeleitet werden.

Bildung. Grundbildung oder sogar höhere Bildung für alle – das könnte das Internet möglich machen. Eine der ältesten virtuellen Unis ist die ­„African Virtual University“. Sie bietet Online-Seminare, Selbstlern-Programme und Diplomkurse etwa in den Fächern Biologie und Technik. Auf der ägyptischen Lernplattform „Nafham“ finden  SchülerInnen das gesamte Spektrum des ägyptischen Lehrplans.

Finanzen. Über das Handy haben nun Millionen Menschen, denen vorher der Zugang zum Finanzsystem verwehrt war, die Möglichkeit, Sparkonten einzurichten oder Kredite aufzunehmen. Nach dem Vorbild des kenianischen Handy-Bezahlsystems M-Pesa hat sich mobiles Geld in zahlreichen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas etabliert. Immer öfter kann man Handyverträge an Versicherungen koppeln. Nirvoy in Bangladesch etwa bietet NutzerInnen eine freie Lebensversicherung an, sofern sie eine bestimmte Summe vertelefonieren. noh

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