Punk mit sozialem Auftrag

Wie sich in Indonesien PunkmusikerInnen gegen Korruption und Repression einsetzen, berichtet Tina Fazekas.

"Wir lieben dieses Land, aber wir hassen das bestehende System, erinnert euch! Es gibt nur ein Wort: Lawan!“ Der Frontmann der indonesischen Hardcore-Punkband Jeruji, auf Deutsch „Gitter“, aus Bandung, der Hauptstadt der indonesischen Provinz West-Java, donnert seine Worte dem Publikum entgegen. Die Fans tanzen dazu ausgelassen und schütteln dabei ihre bunten Irokesenfrisuren ordentlich durch. Eine Mischung aus Metal, Hardcore und Punk dröhnt aus den Boxen. Die Musiker geben Vollgas.„Lawan“ bedeutet Gegner. Wer damit gemeint ist, ist kein Geheimnis: Korrupte PolitikerInnen und EntscheidungsträgerInnen. In Songs wie „anjingkorupto“ – korrupter Hund – drücken sie ihren Unmut gegen das „System“ mit unverblümten Worten und...

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