#SüdwindMagazinretten!

Durch eine kurzfristige Förder-Streichung Anfang 2017 befindet sich das Südwind-Magazin in einer bedrohlichen Situation. Mit der großartigen Unterstützung unserer LeserInnen kämpfen wir weiter. Wir brauchen 500 neue Abos! Helft mit, das Südwind-Magazin zu retten, jetzt umso mehr!

Drei mal Südwind: Thomas Grabner, Südwind-Geschäftsführer und die Redaktion des Südwind-Magazins am Südwind Straßenfest im Mai 2017.© Südwind

Das Südwind-Magazin informiert monatlich über globale Entwicklungen und Herausforderungen, wie Klimawandel, Armutsbekämpfung, Migration uvm. Die Bekanntgabe der Förderstreichung durch die dem Außenministerium unterstellte Austrian Development Agency (ADA) löste Ende letzten Jahres Empörung aus, und eine Solidaritätswelle. 

Was ist passiert?
37 Jahre lang wurde das Südwind-Magazin durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit gefördert und erfüllte dementsprechend einen entwicklungspolitischen Bildungsauftrag. Ende 2016 gab die ADA bekannt, dass das Südwind-Magazin aufgrund des EU-Beihilferechts nicht mehr gefördert werden kann. Das Südwind-Magazin kann die Argumentation, dass die Förderung eines entwicklungspolitischen Bildungsmediums den Wettbewerb verzerrt, nicht nachvollziehen.

Was steckt dahinter? Es liegt nahe, dass die Entscheidung politisch motiviert ist. Offenbar ist unsere Berichterstattung schlichtweg nicht mehr erwünscht. Politisch verantwortlich ist Außenminister Sebastian Kurz, der für Entwicklungszusammenarbeit zuständig ist.

Wird das Südwind-Magazin doch gefördert?
Die ADA betont immer wieder, dass Südwind seitens der ADA auch für die kommenden beiden Jahre mit über 1,5 Mio. Euro gefördert wird. Und die Austrian Development Agency "hofft", dass es dadurch genug Raum gibt, damit auch das Magazin weiter bestehen kann.
Die von der ADA genehmigten Fördermittel sind gemäß dem Projektantrag klaren Aktivitäten zugeordnet, wie zum Beispiel der Betreuung von insgesamt fünf Infotheken in Dornbirn, Innsbruck, Graz, Linz und Wiener Neustadt oder Seminaren für LehrerInnen und JugendarbeiterInnen. „Das Südwind-Magazin ist dezidiert von dieser Förderung ausgenommen“, betont Südwind-Vorstand Herwig Adam. Mehr dazu hier.

Wie geht's weiter? Das Südwind-Magazin konnte in den vergangenen Wochen und Monaten rund 1.100 neue Abos abschließen, davon einige Solidaritäts-Abos, die uns besonders helfen. Der Weg zur längerfristigen Absicherung des Südwind-Magazins ist trotzdem noch weit. 500 zusätzliche Abos retten das Südwind-Magazin. Bitte helfen Sie mit!

Wie lange erscheint das Südwind-Magazin noch?
Dank der großartigen Unterstützung der treuen Leserschaft, SpenderInnen und neuen AbonnentInnen konnte das Südwind-Magazin weiterkämpfen und in der ersten Jahreshälfte 2017 Hefte produzieren. Wieviel ist durch Spenden und Abos im Zuge von #SüdwindMagazinretten in den vergangenen Monaten reingekommen? Geht sich's aus, wie gehabt weiterzumachen, bis die Rettung erreicht ist? Durch eine Zwischenbilanz im Sommer werden wir eine Antwort geben können, mehr dazu nach der Sommerpause!
Ein seriöses Monats-Magazin muss dabei immer ein Stück weit planen. An der September-Ausgabe wird ab August mit voller Kraft gearbeitet werden, und auch darüber hinaus läuft sicherheitshalber die Themenplanung weiter. Alles weitere im Rahmen des Updates gleich nach der Sommerpause!

Was kann ich tun? Bestellen Sie ein Abo oder verschenken Sie ein Abo als Geschenk. Empfehlen Sie uns weiter oder helfen Sie uns mir Ihrer Solidaritäts-Spende! Vielleicht wäre die Buchhandlung Ihres Vertrauens ein Ort, in dem das Südwind-Magazin verkauft werden kann oder Sie sind in einer Organisation tätig, die zu unseren Themen arbeitet? Unterstützung kann vielfältig und kreativ sein, bitte melden Sie sich bei Ideen bei uns unter magazin@suedwind.at

Vielen Dank!

  • Kommentar von Umweltgemeinderätin Monika Hobek-Zimmermann,

    Das Südwind Magazin gehört in jede Schule. Als FAIRTRADE Gemeinde haben wir uns zur Bewusstseinsbildung und zur Information zum Thema FAIRTRADE verpflichtet. Deshalb unterstützen wir das Magazin mit einer Resolution durch den Gemeinderat beschlossen am 14.12.2016 an Bundesminister Sebastian Kurz: Retten Sie das Südwind-Magazin!

  • Kommentar von M. Wittrock, AHWÖ,

    Das Südwind-Magazin macht kein Infotainment, sondern informiert. Das Südwind-Magazin verbreitet keine postfaktischen fake-news, sondern schafft Raum für Komplexität. Es ist eine schlechte Entscheidung, ein solches Sprachrohr zu verstopfen. Es ist zudem der falsche Zeitpunkt.

  • Kommentar von Gerti Loibl-Werner,

    Seit Jahrzehnten lese ich das Südwind-Magazin und bin fasziniert davon wie früh es vorausblickend kommende Themen zur Sprache bringt

  • Kommentar von Andrea Kurz,

    Ich verwende die Beiträge im Südwind Magazin auch als Grundlage für Konversationsübungen mir unseren Asylwerbern. Und lerne selber viel dabei! Stimme Frau Mag. Ortner völlig zu.

  • Kommentar von Kons. Mag. Claudia Ortner,

    Das Südwind -Magazin ist ein ganz herausragendes Magazin, dass über interessante wichtige Zusammenhänge und Fakten informiert, zu denen man so durch die Medien wenig bis kaum Zugang hat. Eine weitere wichtige Informationsquelle ginge dadurch unwiederbringlich verloren. Und wie mit allem - Auflösung der Schulgärten, Reduzierung der Entwicklungshilfe - nach Jahren kommt man drauf wie wichtig dies gewesen ist udn dass man es wieder bräuchen könnte.

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