50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Gesellschaft zu verändern

Ines Pohl (Hg.)

Westend Verlag, Frankfurt/Main 2011, 192 Seiten, EUR 13,40

Das Buch wurde zum größten Teil von RedakteurInnen der deutschen Tageszeitung „taz“ im Auftrag des Westend Verlages geschrieben. Es soll die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich die Menschen an einer besseren, egalitäreren, ökologischeren und zukunftsträchtigeren Welt beteiligen. Dabei soll es nicht als typischer Ratgeber, sondern vielmehr als ein Sachbuch mit Gebrauchswert verstanden werden. Um diesen zu steigern, werden unter der Rubrik „Was kann ich selbst tun?“ am Ende der meisten Artikel praktische Tipps gegeben.

Folgende Punkte habe ich als besonders hilfreich empfunden: Christian Felber schreibt über die Gemeinwohl-Ökonomie und führt dabei seinen Gedanken aus, wie anstatt Egoismus, Gier, Geiz, Verantwortungs- und Rücksichtslosigkeit – die Zutaten für den althergebrachten Kapitalismus – eine Welt entstehen kann, in der Gewinn und Erfolg umdefiniert werden und zwar in Investitionen, die einen größtmöglichen Beitrag zum allgemeinen Wohl darstellen.

Auch Robert Misiks Beitrag ist wichtig, indem er wieder einmal betont, dass Ungleichheit schadet, Gleichheit jedoch jedem nutzt.

Martin Unfried ruft zum Aufstand auf: Kündigt eure Stromverträge, wenn sie nicht Ökostrom garantieren! Hier ist Demonstrieren auf der Straße weniger effektiv, als wenn abertausende Menschen ihren Verbrauch von Atomstrom kündigen.

Und Peter Unfried befreit uns vom Perfektionismus, indem er ausführt, dass völlige Vermeidung (unseres persönlichen C02-Ausstoßes) nicht notwendig ist. Eine 50-prozentige Einsparung unserer umweltzerstörenden Handlungen hilft schon enorm.

Manfred Kriener macht darauf aufmerksam, dass es in einer Welt mit Elektroautos keinen Straßenlärm mehr geben wird. Wie wunderbar muss eine solche Welt sein.

Und zum Abschluss das Beste von Johannes Gernert, welcher Beschwerdechöre propagiert – eine Ansammlung von Menschen, die sich mittels Gesang den Ärger von ihren Seelen singen. Gibt’s wirklich bereits.
Christine Kohlmayr

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