Ausgezeichnete Partnerschaften

Von ki ·

Ein österreichisches Projekt erhält den europäischen „Oskar“ für Globales Lernen.

Unser Projekt ist innovativ und herausfordernd. Globales Lernen kann nicht eindrucksvoller vermittelt werden“, sagt Projektleiter Franz Halbartschlager von der Südwind Agentur. Die Rede ist vom international ausgerichteten Bildungsprojekt „Education for Global Citizenship: New Ways to learn for our Future“, gemeinsam durchgeführt von Südwind Agentur und dem Interkulturellen Zentrum.
Die positive Einschätzung wird offenbar von ganz oben geteilt: Das österreichische Projekt erhielt den europäischen „Oskar“ des Globalen Lernens, den World Aware Education Award 2005. Diese Auszeichnung wird jährlich vom Nord-Süd-Zentrum des Europarates an Projekte vergeben, die sich mit Globalem Lernen beschäftigen und sich für nachhaltige Entwicklung sowie intensive Partnerschaften zwischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Bildungsinstitutionen einsetzen.
Kern des ehrgeizigen Projektes sind Kontinente übergreifende Lern- und Entwicklungspartnerschaften von Schulen und NGOs. Teams entwickeln in direktem Austausch, bei Besuchsreisen und via Internet innovative pädagogische Methoden zum Thema verantwortungsvolles Denken und Handeln im Zeitalter der Globalisierung.

„Interkulturelle Teams aus fünf Ländern mit unterschiedlichen Zugängen arbeiten gleichberechtigt miteinander. Das macht das Projekt so reichhaltig und immer wieder überraschend“, meint Projektmanagerin Barbara Helm vom Interkulturellen Zentrum.
Im Projekt sind jeweils drei bis sechs Schulen aus den fünf Partnerländern Österreich, Chile, Italien, Kamerun und den Niederlanden untereinander vernetzt. Es entstehen qualitative Nord-Süd-Partnerschaften. Spezifische Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich des Globalen Lernens werden ausgetauscht. Die Jugendlichen arbeiten zu jugendrelevanten Fragestellungen, setzen sich mit der eigenen Realität und der Realität der Partner auseinander. Dabei entstehen vielfältige Methoden und Unterrichtsbehelfe zum Globalen Lernen, die nachhaltigen Einfluss – nicht nur in den Bildungslandschaften der Projektpartnerländer – haben sollen.
Die ProjektpartnerInnen werden zu so genannten „Global Citizens“. Diese „WeltbürgerInnen der Zukunft“, engagieren sich im Idealfall, so das Projektziel, für eine sichere und nachhaltige Zukunft unseres Planeten. Sie treten auf gegen globale Armut, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung und sie überlegen effektive Schritte und Maßnahmen, diese Zustände zu verändern. Global Citizens sind in der Lage, weltumspannende Prozesse und Strukturen nachzuvollziehen und diese auch aktiv mit zu gestalten.
Das dreijährige Pilotprojekt (2003-2006) wird von der Europäischen Union sowie vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gefördert.

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