Das Verschwenden beenden

Von Christina Bell ·

www.myfoodsharing.at

Wie so oft klafft zwischen Theorie und Praxis eine Lücke. Lange bevor man im Besitz eines eigenen Kühlschranks ist, wird einem gemeinhin eingetrichtert, Essen nicht zu vergeuden. Nichtsdestotrotz landen in österreichischen Haushalten jährlich rund 168.000 Tonnen Lebensmittel im Müll. Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, sich konsequent von der Wegwerfgesellschaft zu distanzieren. Was tun, wenn man als LadenbesitzerIn einwandfreie Ware hat, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist? Wenn man erkennt, dass man als Single-Haushalt vielleicht gar nicht zur optimalen Zielgruppe für den Mengenrabatt der Supermarktkette gehört? Und wie kommt man umgekehrt außerhalb der Ladenöffnungszeiten zu der einen Zutat, die zum perfekten Rezept fehlt?

Auf der Internet-Plattform „Myfoodsharing.at“ haben Privatpersonen, HändlerInnen und ProduzentInnen die Möglichkeit, überschüssige Lebensmittel anzubieten oder ausfindig zu machen. Von Obst über Süßigkeiten bis zu Kaffee findet sich dort alles. Grundregeln: Kostenlose Abgabe und Einhaltung gewisser Hygienebedingungen. zwölf Städte sind in Österreich bereits mit von der Partie, das Lebensministerium sowie die Wiener Tafel sind Kooperationspartner. Ins Leben gerufen wurde die Plattform vom Verein Food­sharing.de, der in Deutschland ein vergleichbares Projekt betreut. Zusatztipp: Wer besonders oft Essen abzugeben hat, kann mit der von der TU Wien entwickelten App „Food Waste Diary“ virtuell Tagebuch über die anfallenden Lebensmittelabfälle führen, um diese anschließend zu verringern.

www.myfoodsharing.at
igw.tuwien.ac.at/foodwastediary/info/Deutsch.html

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