Der Journalist als Fan

Von Richard Solder

Als vergangenen Herbst bei der historischen Generalversammlung im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York die SDGs auf den Weg gebracht wurden, erinnerte die Atmosphäre im Presse-Bereich der General Assembly Hall ein bisschen an eine Fantribüne. JournalistInnen warteten auf „ihre“ Regierungschefs oder „ihre“ Präsidentin, dokumentierten die Reden aufgeregt – und gingen dann aus dem Saal.

Viele ReporterInnen waren quasi auf Einladung von DiplomatInnen ihres Landes vor Ort. Sie folgten ihnen brav durch die Gänge, waren dadurch deutlich schneller durch von Sicherheitsleuten streng bewachte Türen und mussten sich weniger oft in Warteschlangen gedulden.

Dem Autor dieser Zeilen, für das Südwind-Magazin bei der Generalversammlung akkreditiert, war diese Praxis schlichtweg nicht bekannt. Für das nächste Mal überlegt er sich, einen offiziellen rotweißroten Anhängerklub der JournalistInnen zu organisieren – wenn schon, denn schon. Oder vielleicht kann man sich auch einen Platz auf der Bank der österreichischen Delegation reservieren? Die Sicht soll dort viel besser sein!

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