Der Weltenwanderer 14

Von Gregor Sieböck
Rosen und Gerechtigkeit: Blumen werden nicht nur Frauen als Geschenk überreicht, sondern auch großteils von ihnen produziert. Immer mehr Schnittblumen stammen aus Plantagen in Afrika und Lateinamerika, wo meist Frauen zu völlig inhumanen Arbeitsbedingungen und zu Hungerlöhnen beschäftigt sind. Gewerkschaften werden unterdrückt und der massive Pestizid-Einsatz führt nicht nur zu Gesundheitsproblemen bei den ArbeiterInnen sondern zerstört auch die Umwelt.

Die Alternative sind zertifizierte Blumen wie zum Beispiel vom Flower Label Program (FLP), welches Richtlinien für eine menschenwürdige und umweltschonende Blumenproduktion festlegt. FLP definiert soziale und ökologische Standards und überwacht deren Einhaltung in der Blumenproduktion: Alle Beschäftigten haben das Recht, Gewerkschaften zu gründen und genießen Beschäftigungssicherheit. Kinder- und Zwangsarbeit sind verboten, ArbeiterInnen bekommen existenzsichernde Löhne bezahlt und haben geregelte Arbeitszeiten. Darüber hinaus ist die medizinische Versorgung für alle Beschäftigten gewährleistet und es wird eine angemessene Schutzkleidung bereitgestellt. Betriebe müssen die Umwelt schützen und natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen. Da KonsumentInnen nach wie vor perfekte Blumen verlangen, verwenden auch FLP-Plantagen Pestizide, doch hochgiftige Mittel sind verboten und Sicherheitsvorschriften werden streng befolgt.
Wir sollten nur zertifizierte Blumen kaufen und den Blumenhandel immer wieder an seine Verpflichtung für Menschenrechte und Umweltschutz erinnern. Die Verantwortung liegt also wieder einmal bei uns KonsumentInnen.

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