Die Achsen des Bösen

Die Verbindung von leistungsstarken Promis und leistungsstarken Autos ist ein tolles Vorbild für ein Leben in glamouröser Verschwendung. Eine Polemik.

Von Johann Skocek

Was Natur ist im Winter, lernen die Österreicherin und der Österreicher im Fernsehen. Da pflügen High-End-Autos unbeirrbar, spurentreu durch den jungfräulichen Schnee. Hinter dem Steuer sitzt Österreichs letzter Skistar Marcel Hirscher und wirbelt das PS-Ungeheuer durch den Tiefschnee. Was der kann, nämlich in der engsten, waghalsigst genommenen Kurve seiner Linie treu bleiben und nicht hinausfliegen, kann das Wägelchen angeblich auch. Das Auto ist die Verlängerung der (männlichen) Waghalsigkeit und Präzision, ein unverzichtbarer, verlässlicher Gefährte, ja die Reinkarnation des verfluchten Kerls, der nun sozusagen auf sich selbst reitend die Umgebung zu seinem Revier reduziert, zum Showroom seiner Leistung.Gefeierte Rücksichtslosigkeit. Die TV-Spots des...

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