Die entscheidende Konferenz

Von Hanna Schwarz ·

Österreichs Jugend zeigt am 16.Oktober, welche Punkte auf jeden Fall in den Folgevertrag für das Kyoto-Protokoll aufgenommen gehören.

Zwölf Jahre nach der UN-Klimakonferenz in Kyoto werden im Dezember 2009 in Kopenhagen die Weichen neu gestellt: Der Kyotovertrag läuft 2012 aus und bisher gibt es keine nachfolgende internationale Klimaschutzregelung. Laut dem von der UNO gegründeten Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) steht es um die Einhaltung des Kyotovertrags schlecht. Die bisherigen Anstrengungen, den Klimawandel in den Griff zu bekommen, reichen nicht aus.

Österreich hat im Rahmen des Kyoto-Protokolls eine Reduktionsverpflichtung von minus dreizehn Prozent Treibhausgasemissionen von 1990 bis 2010 übernommen. Derzeit liegt Österreich jedoch rund 20 Millionen Tonnen über seinem Zielwert. Spanien bildet das Schlusslicht beim Kyotoziel, dicht gefolgt von Österreich, an zweitletzter Stelle innerhalb der EU.

Faktum für Kopenhagen ist deshalb: Die Industrienationen müssen zuallererst ihren CO2-Ausstoß um mindestens vierzig Prozent bis 2020 und um etwa 95 Prozent bis 2050 verringern. Zudem muss es zu einer Einigung kommen, die Regenwälder besser zu schützen, denn ohne funktionierende Lunge der Erde ist der Kampf gegen den Klimawandel so sinnlos wie gegen die sprichwörtlichen Windmühlen.

Den Entwicklungsländern fehlt das Geld für eigene Klimaschutzmaßnahmen und Anpassungen an den Klimawandel. Deshalb sollten Industrienationen 110 Milliarden Euro pro Jahr für den Kampf gegen den Klimawandel bereitstellen, fordern Umweltorganisationen. Denn die industrialisierten Länder sind die Hauptverursacher des Klimawandels, die Hauptleidtragenden der Auswirkungen sind jedoch die Entwicklungsländer. Das sind die Eckdaten, die in Kopenhagen in einem neuen Vertrag festgelegt werden müssen.

Österreichs Jugendliche fordern am 16. Oktober um 15:30 Uhr vor dem Parlament ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft ein. Zusammen mit dem Klimabündnis und Greenpeace haben sie ein Forderungspaket geschnürt, das den Abgeordneten des Nationalrats überreicht wird. Österreich muss Verantwortung übernehmen und bereits jetzt Maßnahmen festlegen, damit in Kopenhagen ein Plan für das Überleben des Planeten gesichert wird.

www.1000000taten.greenpeace.at
www.klimabuendnis.at

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