Einkaufstipps für Fisch und Meeresfrüchte

Von Redaktion ·

1 Krabben und Garnelen sind zu kostspielig. Nicht für Sie, aber für die Umwelt. Frei lebende Garnelen werden mit Grundschleppnetzen gefangen, die eine Spur der Zerstörung am Meeresboden hinterlassen, in Gefangenschaft gezüchtete Garnelen tragen zur Verschmutzung der Küstengewässer bei.

2 Gezüchteter Fisch ist ungesund. Zuchtfarmen für Lachs, Forellen und ähnlich hochwertige Speisefische sind in der Regel nicht nur massive Umweltverschmutzer, die Tiere leiden häufig an Infektionskrankheiten, weisen Spuren von Chemikalien auf und werden möglicherweise genmanipuliert. Umweltverträgliche Fischzucht in geschlossenen Behältern mit sauberer Abwasseraufbereitung wird nur selten praktiziert.

3 Fragen Sie nach, wie der Fisch gefangen wurde. Auf Druck und Beschwerden von KonsumentInnen haben bereits mehrere Firmen und Restaurants Lieferanten mit ökologisch nicht vertretbaren Fangmethoden von ihrer Liste gestrichen.

4 Boykottieren Sie jeden Fisch, der mit Zyanid oder Sprengstoff gefangen wurde. Restaurants mit Lebendfisch und Händler von tropischen Zierfischen sind häufige Abnehmer. Vergewissern Sie sich, dass Ihr neues Haustier oder Ihr Hummer nicht mit einer dieser tödlichen Praktiken gefangen wurde.

5 Lassen Sie sich nicht von modischen Trends beeindrucken. Kulinarische Moden sind kurzlebig, dem Modefisch aber können Sie den Garaus bereiten – Geschwärzter Rotfisch, ein populär gewordenes Spezialrezept des Gourmetkochs Paul Prudhomme aus New Orleans, sorgte um Haar ein für die Ausrottung des gesamten Rotfischbestands im Golf von Mexiko. Wählen Sie Ihren Fisch nach der Häufigkeit seines Vorkommens – Sie können das Rezept dann öfters nachkochen!

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Info-Adressen:

1 Aktionsprojekt zum Schutz der Mangroven:

www.earthisland.org/map/map.html

2 Greenpeace Ozean-Kampagne:

www.greenpeace.org/oceans

3 Earth Island:

www.earthisland.org

4 Verkehr:

www.traffic.org

5 WorldWatch-Institut:

www.worldwatch.org

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