Engagiert feiern

Von Redaktion ·

Was das Besondere am Südwind Straßenfest ist, umreißt Richard Solder.

Das Südwind Straßenfest hat sich über die Jahre zu einer Institution entwickelt. Rund 5.000 Menschen besuchten 2016 das Fest im Campus der Universität Wien. Neben Kulinarik aus aller Welt und Informationen zur Arbeit von NGOs und Solidaritätsgruppen bietet es viele Möglichkeiten zum Entspannen und Party zu machen.

„Feiern wir gemeinsam das Engagement all jener Menschen, die sich auf vielfältige Art und Weise für eine bessere Welt einsetzen“, geben Ruth Hosp und Felix Durstmüller, die OrganisatorInnen des Festes, das Motto vor.

Hosp und Durstmüller führen ein Team von jungen Engagierten an, die sich schon Monate vor dem Termin den Kopf zerbrechen und dann die Ärmel hochkrempeln. Ein Großteil der Arbeit ist unbezahlt, die jährliche Durchführung klappt nur dank einer gehörigen Portion Leidenschaft.

Start in den 1980ern. Das Straßenfest ist indirekt der Eröffnung der ersten Südwind-Buchwelt Mitte der 1980er Jahre in der Kleeblattgasse im ersten Bezirk verbunden: „Unmittelbar nach Gründung gab es die Idee, das winzige Innenstadtgässchen mit einem Fest zu beleben“, erinnert sich Pert Helm, der lange bei Südwind war und über Jahre das Fest organisierte.

Anfangs wurde sehr viel improvisiert. Mit dabei waren vor allem Soli-Komitees, u.a. eine Brasilien-Gruppe, Christen für Chile, das Paraguay- oder das Mosambik-Komitee. „Die meisten Nachbarn in der Kleeblattgasse waren begeistert“, erinnert sich Helm. „Aber nicht alle. Es kam schon vor, dass sich ein Kübel Wasser auf die Gäste ergoss.“

Umzug. 1997 musste das Fest weiterziehen. Das Flex am Donaukanal wurde ausprobiert. Im Alten AKH fand das Straßenfest nach einem Abstecher am Spittelberg schließlich seine neue Heimat, von der Buchwelt wanderte die Organisation zum Wiener Südwind Verein.

Benötigt waren immer „AnpackerInnen“, die das Straßenfest weiterführten und -entwickelten. Neben Pert Helm waren das nicht zuletzt Renate Sova, Ronald ­­­­­­­­­­­­­­­­Jesenko, Thomas Divis und Florian Bauernfeind.

Highlights gab es viele: ein musikalisches war für Helm etwa die mosambikanische Band „Mabulu“, die 2001 aufspielte. „Allerdings hat es auch an kaum einem anderen Straßenfest so geregnet wie beim Auftritt von Mabulu“, so Pert Helm schmunzelnd.

In Graz wurde übrigens 2014 ein Südwind Straßenfest veranstaltet.

Ein Highlight von einst: Das Konzert der Band Mabulu aus Mosambik anno 2001.© Südwind Straßenfest
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