Ethik und Selbststeuerungsfähigkeit

Von Rudolf Mletschnig
"Die Lunte brennt an beiden Enden" heißt es in Ihrem Artikel, und das seit vielen Jahren. Seit der Beteiligung an der Gründung des Klimabündnisses in Kärnten verfolge ich mit Interesse die "Nicht-Fortschritte" seit Jahren.

Ein wesentliches Manko in der Antwort auf die Problematik scheint mir im nahezu ausschließlichem Bezug auf die Individualethik zu liegen. Anstatt das Geld viel stärker als Steuerungsmedium auszuloten wird stets auf Gier und damit die Ethik Bezug genommen.
Als Antwort müßte das Einkommensmodell moderner Gesellschaften erweitert werden. Notwendig wäre als ein Moment ein relatives Grundeinkommen, das eine Rückkopplung vom sozialen Reichtum an jeden Einzelnen darstellen würde. (Ein aussichtsreiches Einkommensmodell müßte absolute und relative Grund- und Leinstungseinkommen beinhalten.)

Hier sind sich vielleicht auch die gut abgesicherten Wissenschaftler ihren Problemlösungen sehr im Wege.

Wahrscheinlich wird daher ein immer hektischerer Kampf um den Zugang zu den Ressourcen sein. Die Entscheidungsträger werden von ihrer Entscheidungsfreude nicht lassen wollen und die Selbststeuerungsfähigkeit moderner Gesellschaften so lange wie möglich hinauszögern oder bleiben lassen.

Mag. Rudolf Mletschnig
Wiener Gasse 10
edm@net4you.at

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