Fatwas illegal

Von Redaktion ·

Bangladesch

Was in Pakistan als „Talibanisierung“ bezeichnet wird, nennt man in Bangladesch „Pakistanisierung“. Gemeint ist in beiden Fällen die Tendenz, dass radikale religiöse Kräfte immer mehr Einfluss im Land gewinnen. Bangladesch, bis zu seiner Unabhängigkeit 1971 selbst ein Bestandteil Pakistans, ist zwar mehrheitlich von Muslimen bewohnt, wählte jedoch nach der Trennung ein laizistisches Regierungssystem.

Am 1. Jänner erließ der Oberste Gerichtshof in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, das Urteil, dass Fatwas (religiöse Richtersprüche) ungesetzlich seien. Fundamentalistische, in der Islamisten-Liga IAJ zusammengeschlossene Gruppen erließen daraufhin eine Fatwa mit einem Todesurteil gegen zwei Oberrichter. Bei darauffolgenden Unruhen wurden mindestens sieben Personen erschossen sowie zwei IAJ-Führer und zahlreiche Anhänger festgenommen.

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