Feindbild Krieg!

Standpunkt 1-2/2003

Von Peter Krausneker
Ich (Jahrgang Luftschutzkeller) habe noch von keinem Krieg gehört, dessen Für und Wider nicht voll der Ambivalenzen gewesen wäre. Der Wissenschaftler Jochen Müller will nun die heimischen Kriegsgegner wegen der Form der Kritik an den präventiven Angreifern vor allzu schnellen Solidaritätsbekundungen mit den Anzugreifenden zurückschrecken lassen. Wo bleibt da die Logik? Sind die Kriegsgegner etwa mit den Verursachern der Armut und Unterdrückung in der arabischen Welt solidarisch? Oder meint der Autor, man solle sich mit der Solidaritätsbekundung gedulden, bis in 50 Jahren eine Historikerkommission die Bilanz des im Jahre 2003 zum Einsatz gebrachten ab- und angereicherten Urans geklärt hat?
Da halte ich mich doch lieber an den mageren Hinweis (S. 31) auf einen internationalen Aktionstag gegen den Irak-Krieg, obwohl dieser eine seriöse Angabe des Veranstalters vermissen lässt. Wie sich die Abschreckung heimischer (!) Kriegsgegner mit Ihrer Blattlinie verträgt, mag Ihnen Gedanken machen; dem Leser jedoch die Frage, was das in A (SÜDWIND) über B (Krieg) zu Lesende über A aussagt.

Peter Krausneker
1190 Wien

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