Gestörter Frieden

Von Redaktion ·

Kinofilm

Bereits im Frühling wurde der Film „Von Menschen und Göttern“ am Filmfestival in Cannes bejubelt. Nach einer wahren Begebenheit zeichnet der Regisseur Xavier Beauvois den schweigsamen, ritualisierten Alltag der Trappistenmönche im Kloster „Notre Dame d’Atlas“ im algerischen Tibehirine. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit: 1996 wurden sieben der Mönche entführt und ermordet. Verantwortlich dafür wurde die „Bewaffnete Islamische Gruppe“ (GIA) gemacht.

Obwohl die Entführung tatsächlich von der GIA durchgeführt wurde, ist bis heute nicht geklärt, ob hinter der Ermordung nicht doch die algerische Armee steht. Erst letztes Jahr tauchten neue Dokumente auf, die bis dahin unter das Militärgeheimnis fielen, die neues Licht auf die Tat werfen. Im Film wird das nicht thematisiert: Beauvois’ Streifen endet, bevor die Mönche getötet werden. Er erzählt, was davor passiert ist. Er zeigt, wie sich das friedliche Zusammenleben der Menschen im Angesicht der terroristischen Bedrohung verändert.

Kinostart am 23.12.2010

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