Große Hoffnung – harte Realität

Von Ursula Sova ·

Anfang März lud Südwind Entwicklungspolitik Wien gemeinsam mit den Wiener Volkshochschulen zu einer Podiumsdiskussion, bei der Asylwerbende selbst zu Wort kamen. Der Andrang war unerwartet groß.

Der Saal war schon voll und noch immer drängte sich eine Traube Menschen vor dem Eingang. Da hätte die Veranstaltung schon längst anfangen sollen. Menschen "mit Papieren" nahmen die Möglichkeit wahr, Menschen "ohne Papiere" kennenzulernen.

Mahmud aus Afghanistan und Abdulai aus Guinea erzählten sachlich, aber berührend über ihre Fluchtgründe, die Flucht selbst und ihre alltäglichen Erfahrungen, ihre Einsamkeit und ihre Hoffnungen hier in Österreich.

 

Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung wurde eine Bilderausstellung von Asylwerbenden eröffnet, gemalter Ausdruck von Hoffnung, Sehnsucht und Erinnerung. Am 22. April 2010 wird die Veranstaltung wiederholt: VHS Landstraße, 18h-19h30, 3., Hainburger Str. 29.

Einerseits war das Publikum daran interessiert, wie es den Menschen tatsächlich hier in Österreich geht: "Wie lebst du mit 40 Euro Grundversorgung im Monat? Wie kommt man damit aus?" Andererseits wollte man wissen, welche Möglichkeiten den Asylwerbenden offenstehen, sich Rechtsbeistand zu nehmen, wie es zu den langen Wartezeiten im Asylverfahren kommt und wie konkret geholfen werden kann. Die Fragen aus dem Publikum waren zahlreich, die Antworten teilweise erschütternd. Auch im Publikum anwesende Asylwerbende meldeten sich zu Wort, stellten eigene Fragen oder erzählten von ihrer Situation.
Zur rechtlichen Situation gaben ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung Auskunft: Was ist Asyl, wie wird man Asylwerbender, was sind die finanziellen Rahmenbedingungen, wie sieht es mit Arbeitsmöglichkeiten aus? Wer kommt in Schubhaft und warum?

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