Handlungsperspektiven

Von Redaktion ·

Entwicklungspolitik der EU (5/01)

An erster Stelle Gratulation zu Ihren informativen und kritischen Beiträgen. Ich teile die Meinung, dass es schwierig für kleine NGOs ist, Mittel aus Brüssel zu lukrieren. Das Know-how fehlt ihnen aber nicht. Information und Fortbildung für Antragstellung, Berichtslegung etc. wird seit Jahren angeboten und angenommen. Mein Vorschlag: Kontaktpersonen/Adressen anführen.

In dem Artikel heisst es, dass die aus Brüssel in Kofinanzierungsprojekte österreichischer NGOs fließenden Mittel immer geringer werden und der Staat seinen Anteil immer mehr reduziert. In den letzten beiden Jahren sind die Beiträge der Europäischen Kommission gesunken. Zum ersten, weil Österreich in den Jahren zuvor als damals neues EU-Mitglied prioritär behandelt wurde. Zum zweiten, weil die zuständige Generaldirektion im Jahr 2000 sozusagen die Pforten geschlossen hat, um die Projektanträge aus früheren Jahren aufzuarbeiten. Erst zu Jahresende wurden neue Anträge geprüft. Bis Ende März 2001 wurden in Brüssel Verträge in Höhe von über 30 Millionen Schilling für Projekte im Süden unterzeichnet. Der entsprechende BMaA-Anteil macht mehr als 16 Millionen aus. Dabei folgt das BMaA bei den Auslandsprojekten den Entscheidungen der Kommission. Das heisst, je nach Projektland werden die Vorhaben zu einem bestimmten Prozentsatz mitfinanziert. Ich will die Situation nicht beschönigen, bin aber der Meinung, dass Handlungsperspektiven aufgezeigt werden sollten, anstatt nur Kritik zu üben. Dafür gibt es jede Menge persönliche Beratung und Information im Internet. Wenn Sie dies in einer der nächsten SÜDWIND-Ausgabe aufgreifen möchten, stehe ich Ihnen gerne für Auskünfte zur Verfügung.

Wolfgang Moser
BMaA, Ref. VII.2d
1010 Wien

Anmerkung der Redaktion: Wir greifen diese Anregung gerne auf.

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