In dA Fremde

Parastoo F. (27), aus Iran, lebt seit drei Jahren in Österreich

Ich bin in Italien anerkannter politischer Flüchtling und absolviere in Österreich ein Masterstudium in Menschenrechten.

In meinem Leben bin ich schon viel herumgekommen. Doch hier habe ich das erste Mal das Gefühl von Sicherheit. Als Frau kann ich unbehelligt allein in einer Stadt leben. Im eigenen Land habe ich mich nie so sicher gefühlt. Dort reicht es schon, falsch angezogen zu sein, um verfolgt zu werden.

In Österreich sitzen keine Journalisten oder Menschenrechtsverteidigerinnen im Gefängnis. Meinungsfreiheit und Redefreiheit werden hoch gehalten. Ich bin Atheistin und Österreich ist ein katholisches Land. Doch ich werde diesbezüglich immer in Ruhe gelassen. Allerdings dürfen hier auch religiöse Extremisten öffentlich ihre Schriften verteilen. Ich bin da gespalten. Es geht ja um Redefreiheit. Doch ich komme aus einem islamischen Land, daher bin ich da etwas besorgt.

Im Ausland habe ich gehört, dass es in Österreich Rassismus gibt. Ich habe keine Erfahrungen in dieser Richtung gemacht. Es gibt hier viele Menschen aus Iran, die gut integriert sind.        (Aufzeichung: ki)

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