In der Hexenstraße von La Paz

Räucherwerk, Kräuter, Figürchen: In der Calle de las Brujas, der Hexenstraße von La Paz, findet man alles, was man für spirituelle oder okkulte Zeremonien benötigt.

Die farbenfrohe Straße liegt mitten in der geschäftigen Regierungsstadt von Bolivien auf rund 3.600 Meter über dem Meer. Ob Schamanen, Bürger oder nicht zuletzt TouristInnen: alle kaufen hier Mittelchen und Gegenstände für Altartische ein. In den Zeremonien werden Körper und Seele gereinigt, Dinge und Wünsche gesegnet sowie der Mutter Erde – der Pachamama – gehuldigt.

Ein Lamafötus auf dem Altartisch: Wenn ein neues Haus gebaut wird, darf dieser bei der Zeremonie nicht fehlen.© Camilla Landbø

Vor allem Reichtum, Gesundheit und Liebe sollen so gesichert werden. Lamaföten oder Kokablätter werden auf dem Altartisch verbrannt, die Asche wird danach in der Erde vergraben. Der Boden, Häuser und Autos werden zur Segnung mit Alkohol bespritzt. Und wer wissen will, was in seinem Leben noch auf ihn zukommt, kann sich in der Calle de las Brujas aus Kokablättern die Zukunft lesen lassen.

Eine neue Liebe oder gute Gesundheit? Die Frauen der Calle de las Brujas beraten, welche Zeremonie es dazu braucht.© Camilla Landbø

Text und Fotos: Camilla Landbø

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