Indígenas an der Macht

Ecuador

Mitte Jänner trat der ehemalige Oberst Lucio Gutiérrez das Amt des Staats- und Regierungschefs von Ecuador an; er hatte sich überraschend gegen den milliardenschweren Unternehmer Álvaro Noboa durchgesetzt.
Gutiérrez hatte während des Volksaufstandes vom Jänner 2000 auf Seiten der Indígena-Bewegung den Präsidenten Jamil Mahuad vertrieben – und war dafür von dessem Nachfolger inhaftiert worden. Er hatte auch die Wahlen nur mit massiver Unterstützung der indianischen Bevölkerung gewinnen können. Folgerichtig sitzen nun auch deren VertreterInnen in der neuen Regierung. Mit Nina Pacari (im Bild rechts) ist erstmals in einem lateinamerikanischen Staat eine Frau Außenministerin; Luis Macas (im Bild links) übernimmt das Landwirtschaftsministerium. Beide sind führende Mitglieder der CONAIE, der kämpferischen Konföderation indianischer Völker Ecuadors.
Der Grundsatz der Bewegung Pachakutik, des politischen Arms der CONAIE, lautet: „Nicht lügen, nicht stehlen, nicht unnütz sein“. Die neue Regierung wird nun genügend Gelegenheit haben, die Umsetzung dieses Mottos unter Beweis zu stellen.

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