Jenseits der Imagewerbung - Unilever

Von Sarah Irving
Werbeaufwendungen 2005: 6,29 Mrd. US-Dollar
Umsatz 2005: 49,96 Mrd. Dollar
Gewinn vor Steuern 2005: 5,98 Mrd. Dollar
Produktlinie: Dove (Body Wash, Seife, Deodorant, Lotions und Gesichtsreiniger)

Image
2004
: Start der weltweiten Dove-Werbekampagne „Real Women“ („Echte Frauen“).
2005: Start der „Campaign for real beauty“ („Kampagne für wahre Schönheit“).
Nationale Websites in 39 Ländern in der Asien-Pazifik-Region, in Lateinamerika, Europa, im Mittleren Osten und Nordamerika. Die laufende Werbung inkludiert Slogans wie „Keine Models, aber straffe Kurven“ und zeigt Frauen mit unterschiedlichen Figuren.

Realität
Einer der Bestandteile von Dove-Produkten ist Palmöl.
Auf großen Palmölplantagen in Indonesien, ehemalige Regenwaldgebiete, kommt es immer wieder zu Verletzungen von ArbeiterInnenrechten. Im Frühjahr 2006 forderte der Betriebsrat von Unilever das Unternehmen auf, sich von Muslim Mas zu trennen; dieses große indonesische Palmölunternehmen wurde beschuldigt, GewerkschafterInnen kollektiv entlassen und aus ihren Wohnungen vertrieben, ihre Kinder aus der Schule geworfen und Polizei und Justiz benutzt zu haben, um legitime gewerkschaftliche Aktivitäten zu kriminalisieren
(CSR Asia Weekly, 1. März 2006).
Nicht nur mit Palmöl hat Unilever Schwierigkeiten. Action Aid berichtete auch über die Vertreibung und Verfolgung von Adivasis (Angehörige der indigenen Bevölkerung Indiens), die auf Teeplantagen von Hindustan Lever lebten, dem indischen Ableger von Unilever.
Betriebe, die Baumwollsamen an Hindustan Lever liefern, wurden auch beschuldigt, zehnjährige Kinder in von Pestiziden verseuchten Feldern arbeiten zu lassen und dem Risiko von Brechreiz und Krämpfen auszusetzen.

Copyright New Internationalist

Sarah Irving vom Magazin ?Ethical Consumer? (www.ethicalconsumer.org)

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