Joana Adesuwa Reiterer

Von Redaktion ·

Menschen, die bewegen

Worüber freuen Sie sich jeden Tag?

Ich freue mich, wenn ich genug Schlaf bekomme. Und meine zwei Kinder zu sehen.

Was verbindet Frauen weltweit?

Ich denke, dass es die ständige Bemühung um Gleichberechtigung ist und darum, gehört zu werden.

Was macht Ihnen Angst?

Dass ich mich zu vieler Dinge annehme, weil ich so leicht zu motivieren bin, wenn ich etwas sinnvoll finde.

Joana Adesuwa Reiterer, 37, wuchs in Nigeria auf. Sie studierte Kunststofftechnik, arbeitete in der Filmindustrie und zog mit 22 Jahren der Liebe wegen nach Wien. Hier kam sie in Kontakt mit dem Thema Menschenhandel. 2006 gründete sie mit anderen den Verein EXIT für Aufklärungsarbeit zum Frauenhandel aus Nigeria sowie für die Betreuung und Beratung betroffener Frauen in Österreich. Später startete sie das Netzwerk und Modelabel Joadre, im Rahmen dessen KleinproduzentInnen in Nigeria Business Trainings erhalten und Taschen und Kleidung herstellen, die hier vertrieben werden. Ihr Ziel ist es dabei, finanzielle und soziale Armut zu bekämpfen, um Menschenhandel vorzubeugen. Für ihr Engagement erhielt sie bereits zahlreiche Preise.

www.joadre.com

Welche Eigenschaft würden Sie sich wünschen?

Geduld über Geduld.

Was bedeutet Mode für Sie?

Mode hat zwei Bedeutungen – zum einen kann es das sein, was man anzieht, um „in“ zu sein, um einer Gruppe anzugehören. Zum anderen um seine Individualität zum Ausdruck zu bringen. Für mich ist es wichtig, dass die Leute begreifen und wertschätzen, wieviel Arbeit drinsteckt.

Gibt es jemanden, der oder die Sie gerne einen Tag lang sein würden?

Ich will ich sein. Nur ins Kinderleben meiner Tochter würde ich gerne einen Tag lang hineinschlüpfen – und sorglos sein.

Welche gute Tat kann jede bzw. jeder heute noch tun?

Sich informieren! Alle sollten wissen, wie Waren, die wir tagtäglich konsumieren, hergestellt werden. Dabei finde ich nicht so wichtig, wo das geschieht – denn wir leben nun einmal in einer globalisierten Wirtschaft – als vielmehr wie es gemacht wird.

Haben Sie eine Vision, wie wir zu einer gerechteren Welt kommen könnten?

Jeder und jede sollte einmal in einem anderen Land leben müssen. Alle würden andere Werte kennenlernen, die eigenen vielleicht auch hinterfragen und eventuell auch das eigene Leben besser wertschätzen.

Was würden Sie tun, wenn ihr Tag 25 Stunden hätte?

Eine Stunde mehr schlafen. Oder aber schreiben: Geschichten und philosophische Gedanken. Das werde ich im Urlaub demnächst tun. cs

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