Johannes Jäger, Gerhard Melinz, Susan Zimmermann (Hg.): Sozialpolitik in der Peripherie

Von Karen Imhof ·

Johannes Jäger, Gerhard Melinz, Susan Zimmermann (Hg.): Sozialpolitik in der Peripherie. Entwicklungsmuster und Wandel in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa.
Verlag Brandes & Apsel/ Südwind, Frankfurt/Wien 2001,
240 Seiten, öS 291,–

Der Sammelband beruht auf detaillierten Fallstudien ausgewählter lateinamerikanischer Länder (Johannes Jäger über Chile und Uruguay, Christian Suter/Monika Budowski über Mexiko und Costa Rica, Andreas Novy über Brasilien), der asiatischen Region (Tamas Pal über China, Christian Aspalter über Taiwan und Südkorea, Sonja Kurz über Indien), Afrika (Andreas Eckert und Frances Lund), der Türkei (Gerhard Melinz), und Osteuropa (Susan Zimmermann und Katharina Müller).
Gemeinsamer Ausgangspunkt der Beiträge ist die historisch fundierte kritische Analyse der Ursachen, Hintergründe und Interessen hinter den Veränderungen in der Sozialpolitik. Insgesamt lässt sich derzeit die weltweite Durchsetzung eines neuen Modells von Sozialpolitik, welches Maßnahmen im Sozialbereich vor allem auf ihre „Treffsicherheit” bei der Armutsbekämpfung reduziert sehen will, beobachten. Kernbestandteil dieses in Kohärenz mit neoliberalen Entwicklungen stehenden Modells ist die Einführung von Marktmechanismen im Bereich des Sozialen, welche tendenziell mit der Reduktion staatlicher Sozialausgaben einhergeht. Gleichzeitig wird die Privatisierung von Gesundheitssystemen und Pensionsfürsorge vorangetrieben. Dadurch wird die umverteilende Wirkung von Sozialpolitik generell reduziert und werden langfristige gesellschaftspolitische Veränderungen minimiert.
Die AutorInnen fragen nach dem Zusammenhang zwischen der jeweiligen nationalen Sozialpolitik und der weltweiten ökonomischen Entwicklung und versuchen aufzuzeigen, wo unter den geänderten Bedingungen noch Möglichkeiten für soziale Gerechtigkeit auf globaler und lokaler Ebene bestehen.

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