Josef Neumayr

Von Redaktion ·

Die Welt, in der ich leben möchte, braucht unbedingt: genau all das, was sie hat und wie sie ist. Es ist die beste aller Welten. Und sie wird mit jedem Tag besser. Schon längst hat die Gehirnforschung bewiesen, dass wir die xenophoben Urinstinkte ändern können, indem wir uns jeden Tag ein bisschen bemühen, freundlich und einander zugewandt zu sein. Wenn wir in ehrliche Kommunikation treten, wenn wir uns trauen, Brücken zu bauen, dann schwindet nicht nur die Angst, sondern auch Hunger und Krieg. Das dauert halt.

Ich werde aktiv, wenn: Sport im Fernsehen ist. Da kann ich den Kopf abschalten und frei werden, für das, was aus mir raus will, zum Beispiel eine neue Projektidee.

Mit einer Million Euro würde ich: eine Pension in der Stadt kaufen und Begegnungen mit Menschen aus aller Welt ermöglichen. Rein dürfen aber nur die, die mutig genug sind, ein bisserl meschugge zu sein. Dann können wir jeden Abend aufs Spannendste die Welt retten.

Josef Neumayr (49) ist freier Journalist, Autor, Ausstellungsmacher und Obmann des Vereins „gestern für morgen – Lernen aus der Zeitgeschichte“. Er initiierte und organisierte „projektXchange“, in dem MigrantInnen in Schulen über ihr Leben erzählen. Er war Mitbegründer des Projekts „A Letter To The Stars“, bei dem tausende SchülerInnen Biografien von Shoah-Opfern recherchierten und Überlebende kontaktierten. Begegnungen schafft er auch virtuell: z.B. auf www.1minute.at, wo sich Asylsuchenden mit ihren Berufswünschen präsentieren. Aktuell arbeitet er an einer vielsprachigen App für die Erstorientierung für Flüchtlinge in Österreich sowie einer Hilfe-App für HelferInnen.

Ich ärgere mich schrecklich darüber: wenn ich mit Freunden eine gute Projektidee entwickle und sich dann aber zeigt, dass es nur ums Reden, nicht ums Tun gegangen ist.

Wenn jemand zu mir sagt „Hat doch eh alles keinen Sinn“, sage ich: wie interessant … und versuche, wenn ich die Person mag und selber gut drauf bin, den Sinn im Sinnlosen zu finden.

Meine Vorbilder sind: ältere Männer mit sanftem Blick, großer Güte und Demut vor Glück und Unglück, die das Leben bereithält. Da gehört mein altersmilder Vater dazu.

Als Nächstes werde ich: meine Wohnung entrümpeln und aufräumen. Beim Frühlingsputz fang ich mit dem Außen an.  Das wirkt bei mir durch und durch.

Das rate ich Leuten, die etwas verändern möchten: Zum Frisör gehen – also bei sich selbst anfangen. Dann groß denken und jeden kleinen Schritt zu Ende gehen.

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