Kein Vergessen

Von Redaktion ·

Die Auseinandersetzung mit der diktatorischen Vergangenheit Argentiniens in Theater und Film steht im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe in der Wiener „Szene“.

Interessante Beispiele künstlerischer Vergangenheitsbewältigung präsentiert die „Szene“ in Wien in einer dreitägigen Veranstaltungsreihe, konzipiert und organisiert vom „Europäischen Theater- und Kulturzentrum Donadria“. Diese 1997 in Wien entstandene Initiative bemüht sich um die Verwirklichung multinationaler Kulturprojekte, etwa in Form einer Koproduktion mit einer venezolanischen Theatergruppe oder einem Kultursymposium zum Thema Kreuzzüge in Israel.

Der argentinische Regisseur Eduardo Rovner wird mit seinem „Teatro de Repertorio del Norte“ aus Buenos Aires das Stück „Concierto de Aniversario“ – Jahrestags-Konzert – aufführen: vier ausgediente Folterknechte, nunmehr Mitglieder eines Streichquartetts, proben in einer tragischen Allegorie einen Konzertauftritt.

Der Film „La Historia Oficial“, der u.a. 1986 den Oscar als bester ausländischer Film erhielt, behandelt die Geschichte einer Frau aus reichem Hause, die draufkommt, dass ihre Adoptivtochter von einer verschwundenen politischen Gefangenen stammen könnte.

Ein offenes Seminar mit den Gästen aus Argentinien und Angehörigen der Wiener Theaterszene hat „Das Groteske im argentinischen Theater“ zum Thema, in einer Podiumsdiskussion wird die Frage der künstlerischen und gesellschaftlichen Vergangenheitsbewältigung im allgemeinen behandelt.

Der Schriftsteller Erich Hackl, die Romanistin Erna Pfeiffer u.a. diskutieren mit dem Publikum darüber, welcher kultureller Ausdrucksmittel sich die Aufarbeitung einer diktatorischen Vergangenheit und die Verteidigung der Menschenrechte bedienen kann.

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Szene, Hauffgasse 26, 1100 Wien.

17.3., 19.30 Theatervorstellung, anschließend Podiumsdiskussion

18.3., 19.30 Theatervorstellung, anschließend Filmvorführung

18. und 19.3., jeweils 11.00 bis 14.30 Seminar

Nähere Auskünfte Nikolaus Kinsky, ETK Donadria, Tel. 0676/34 83 734

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