Kein Weg aus der Krise

Argentinien

„Que se vayan todos!“ – alle sollen abtreten, verschwinden! (gemeint ist die Politikerklasse) – ist nach wie vor die Überzeugung der Mehrheit der ArgentinierInnen. Doch wer soll nachkommen?
Nach dem Volksaufstand vom Dezember 2001, der den regierenden Staatschef De la Rúa zur Flucht zwang und binnen zwei Wochen drei weitere Präsidenten verschliss, übernahm der Peronist Eduardo Duhalde die Regierung. Und versprach, das Trümmerfeld Argentinien aufzuräumen, mit dem Währungsfonds ein Abkommen zu schließen, die Staatsausgaben zu regeln usw. Ein Jahr später ist so gut wie nichts passiert. Innerhalb der mächtigsten Partei, den Peronisten, ist ein erbitterter Streit um die Kandidatur entbrannt (Menem möchte unbedingt wieder an die Macht), die Radikalen sind nach dem unrühmlichen Abgang ihres Präsidenten De la Rúa immer noch wie gelähmt – und die Linke, die die besten „objektiven Bedingungen“ für eine starke Positionierung hätte, ist heillos zerstritten.
Ende April werden die Präsidentschaftswahlen stattfinden, die sehr wahrscheinlich der Kandidat der Peronisten gewinnen wird.

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