Klare Worte

Zur Erinnerung: Es gab einmal eine Politikerin, die geistreich, mit Weitblick und klarer Sprache für Frauenrechte und Gerechtigkeit einstand. Und damit viel erreichte. Allen Widerständen zum Trotz. Johanna Dohnal (1939-2010) war eine politische Ausnahmeerscheinung: Der ersten Frauenministerin und Feministin in einer österreichischen Regierung ging es tatsächlich um die Sache.

Wie wohltuend wären ihre pointierten Ansagen heute in Zeiten von Message Control und diskurszerstörerischem Geschwurbel à la Sebastian Kurz & Co. Dazwischen liegen mehr als 40 Jahre.

Dass die Sehnsucht nach persönlicher Integrität und klaren Worten groß ist, zeigten kürzlich die ausverkauften Kinosäle bei Sabine Derflingers Doku „Die Dohnal“. Oder mit Dohnals eigenen Worten: „Ich denke, es ist Zeit daran zu erinnern: Die Vision des Feminismus ist nicht eine ‚weibliche Zukunft‘. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“ Punkt.              chrit

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen