Ladinisch & urban

Von Werner Leiss

Die drei „Wasserhexen“, junge Damen aus dem südtirolerischen La Val haben sich seit ihrem Debütalbum beeindruckend weiterentwickelt. Nach wie vor singen sie ladinisch, eine Sprache, die mittlerweile leider nur mehr wenigen Menschen geläufig ist und die ihnen freilich auch einen gewissen Exotikbonus beschert. Mai Guai heißt übersetzt übrigens „Nie Schwierigkeiten“. Mit ihrem neuen Werk haben sie sich inhaltlich nun näher an die großen Städte gewagt und ihrer Musik urbane Beats beigefügt. Marlene, Elisabeth und Maria sind zwei Schwestern und ihre Cousine. 2007 haben sie als Sängerinnen, Geigerinnen und Percussionistinnen auf Hubert von Goiserns bereits legendärem Konzertschiff musikalisch erst so richtig zusammengefunden. Die neu entdeckte Elektronik steht ihnen durchaus gut, sie wissen sie bei ihren Kompositionen pointiert einzusetzen. Sie legen hier eine gelungene Mixtur aus traditionellen Melodien und urbaner Tanzmusik vor und scheinen damit zumindest vorläufig einen zu ihnen passenden, eigenen Stil gefunden zu haben. Das Album ist auch als Sonderedition erhältlich, in der eine weitere CD mit einem Live-Mitschnitt aus dem Studio Babelsberg inkludiert ist, gemeinsam mit dem Filmorchester Babelsberg.

Ganes
Mai Guai
Sony Music

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