Lösung für das LAI

Von Redaktion ·

Das in finanzielle Not geratene Lateinamerika-Institut wandert unter das Dach der Wiener VHS. Das Programm soll im Wesentlichen unverändert bleiben.

(30. Juni 2020) Mit 1. Juli wird das Lateinamerika-Institut (LAI), dem das Aus drohte, eine spezialisierte Einrichtung der Wiener Volkshochschulen. „So kann das LAI in Zukunft sein Programm weiterführen und dabei wertvolle Synergien mit der VHS nutzen“, erklärt dazu Herbert Schweiger, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen, in einer Aussendung. Andrea Eberl, Leiterin des LAI: „Es ist uns wichtig, mit den Sprachkursen auch die Vielfalt Lateinamerikas zu vermitteln und so zur kulturellen Integration in Wien beizutragen.“ In Not geraten. Anfang des Jahres musste das LAI Insolvenz anmelden (das Südwind-Magazin berichtete). Keine öffentliche Stelle wollte die ohnehin geringe Förderung zahlen. Ein Rettungsappell wurde lanciert. Das LAI sei ein „Brückenbauer zwischen Österreich und Lateinamerika", ohne das seit 1965 bestehende Institut würde ein Lücke entstehen, betonte LAI-Geschäftsführerin Eberl im Interview mit dem Südwind-Magazin.

(Update 2. Juli 2020) „Programm unverändert". Auf Nachfrage des Südwind-Magazins betonte LAI-Leiterin Eberl, dass das Programm des LAI „im Wesentlichen unverändert" bleiben soll.  Nach schwierigen Monaten scheint die Erleichterung über eine Lösung groß: „Wir freuen uns wirklich sehr, dass durch die Integration in die Wiener Volkshochschulen unser Weiterbestand gesichert ist."

Weitergehen soll es im Herbst u.a. mit der Weiterbildungsreihe „Lateinamerika Actual (kurz ACTAL)“: Das Programm richtet sich an Studierende, Berufstätige und an Lateinamerika interessierte Menschen. Basierend auf einer Ethik des interkulturellen Respektes, soll die Weiterbildungsreihe Bewusstsein über das Potential Lateinamerikas schaffen.

Das LAI will als Teil der VHS noch mehr Menschen erreichen. Bisher waren bei rund 250 Kurse jährlich ca. 2.100 TeilnehmerInnen dabei. sol

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