Lokalaugenschein im Geschäft

Dieses Mal im syrischen Supermarkt „Alnawaier“ von Obaida Asskar.

© SWM / Christina Schröder

Obaida Asskar, 29, kommt aus Daraa im Süden Syriens. Während seines Wirtschaftsstudiums an der Universität Damaskus eröffnete er seinen ersten Supermarkt. Nach wenigen Monaten wurde dieser im Kriegsgeschehen zerstört. Daraufhin zog Asskar in die 30 Kilometer entfernte jordanische Stadt Irbid. Dort betrieb er einen großen Marktstand – bis die Grenze wegen des Krieges geschlossen wurde, er auch dieses Geschäft aufgeben und nach Syrien zurückkehren musste.

Kurz darauf schloss er das Studium ab und bekam einen Einberufungsbefehl in die Armee. Um dem Kriegsdienst zu entkommen, floh Asskar nach Europa und landete 2016 in Österreich. Nachdem er einen positiven Asylbescheid bekommen hatte, arbeitete er in einer Druckerei, bei einer Holzfirma und einem Lieferservice.

Im Juli 2020 gelang es Asskar schließlich, einen syrischen Supermarkt in Wien zu erwerben. „Die Konkurrenz ist groß“, sagt er, „aber ich setze auf hochwertige Produkte, die andere nicht führen und beliefere syrische Restaurants.“ So gibt es bei ihm u.a. gegrillte Oliven, eine Vielzahl an antialkoholischen Getränken und Käsespezialitäten. Asskar setzt zudem auf Beratung: „Ein gutes Service gehört für mich zum Beruf“, sagt er.    cs

Supermarkt Alnawaier, Hütteldorfer Straße 81a, 1150 Wien

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