Louise Deininger

Von Redaktion ·

Menschen, die bewegen  

Sie arbeiten als Künstlerin und engagieren sich sozial. Woher nehmen Sie die Inspiration?

Aus mir selbst. Ich wollte immer verstehen, wer ich bin. Ich will verstehen, wie mein Bewusstsein funktioniert und in welcher Beziehung es mit meinem Umfeld steht. Das bringt mich zu meinem Tun.

Was kann Kunst?

Sie verhilft den Menschen zu abstraktem Denken. Kunst kann Inspiration sein, Positives zu tun. Sie ist Kreativität und etwas Magisches.

Louise Deininger wurde 1970 in Kenia geboren. Sie hat in London gelebt und zog 2007 nach Wien. Nach einem Studium an der Akademie der bildenden Künste war sie als Beraterin und Moderatorin im Kunstbereich tätig. Heute arbeitet sie als Konzeptkünstlerin. Deininger hat sich schon im Rahmen eines Filmprojektes mit Konflikten und den Folgen für Betroffene auseinandergesetzt. Daraufhin organisierte sie die GUYCO (Gulu Youth Conference), bei der Jugendliche aus ehemaligen Konfliktregionen in Afrika vernetzt werden. Im August kamen zum ersten Mal 500 Jugendliche und ExpertInnen im nord-ugandischen Gulu zusammen und erarbeiteten bei Workshops und Trainings Visionen für eine nachhaltige, friedliche Zukunft.

www.guyco.at

Wer hat am meisten Möglichkeiten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen?

Alle, die ihr Potenzial erkennen und entfalten können – egal, ob in der Kunst, der Literatur, der Wissenschaft oder in anderen Bereichen.

Wer wären Sie gerne einen Tag lang?

Die US-amerikanische Talkshow-Moderatorin, Schauspielerin und Unternehmerin Oprah Winfrey! Sie ist eine Philanthropin und mich beeindruckt vor allem ihr großes soziales Engagement für Menschen, die marginalisiert werden. Sie ist der Inbegriff einer Person, die ihr ganzes Potenzial entfaltet.

Welche gute Tat kann jeder hierzulande heute noch tun?

Sich selbst lieben. Wer an sich selber und die eigenen Fähigkeiten glaubt, der spürt und verfügt über eine Kraft, die vieles möglich macht.

In welchen Momenten fühlen Sie sich rundum zufrieden?

Beinahe immer. Und wenn ich mich einen Moment lang nicht zufrieden fühle, versuche ich etwas Abstand zu nehmen und mich von einer anderen Perspektive zu betrachten. Dann sehe ich besser, was stört und kann es ändern.

Wenn Sie sich jetzt gleich irgendwohin beamen könnten – wohin würde das sein?

Ich würde mich nach Uganda beamen, zu meinem GUYCO-Team, zu den Jugendlichen in Gulu. Nachdem ich mich nicht beamen kann, werde ich hoffentlich im Dezember wirklich dort hinfahren und die nächste Konferenz für 2018 vorbereiten.

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