Nachhaltig österreichisch

Von Christian Felber
Mozartkugeln und Lipizzaner - Österreichs Beitragsgestalter dürften den Sinn nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung nicht ganz verstanden haben. Der vermeintliche Umweltvorreiter will sich vornehmlich als vergangenheitsbezogenes Fremdenverkehrs- und Kulturland präsentieren. Zwar hatte der hiesige "Rat für nachhaltige Entwicklung" die Einbeziehung von ökologischen Zukunftsprojekten vorgeschlagen, doch stieß er auf taube Ohren. Das Umwelt- und das Wissenschaftsministerium wurden von der federführenden Wirtschaftskammer erst gar nicht in die Vorbereitungen eingebunden - obwohl der Bund mit satten 125 Millionen Schilling die Hälfte der Kosten trägt.

Dessen unbeirrt betont man im österreichischen EXPO-Büro die nachhaltige Gesinnung: "Österreich hat seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit allein schon dadurch geleistet, dass nicht ein eigener Pavillon gebaut wird, sondern eine bestehende Ausstellungshalle genutzt wird."

Christian Felber ist freier Publizist und lebt in Wien

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