Neuer Koka-Boom

Peru

Der Anbau der natürlichen Basis für die Kokain-Herstellung in den Andenländern wird oft mit einem Luftballon verglichen: Wird auf einer Seite die Produktion besonders bekämpft, wie derzeit in Kolumbien und in geringerem Ausmaß Bolivien, so bläht sie sich an anderer Stelle wieder auf.
Nach Angaben des in Wien ansässigen UN-Büros für Drogen und Kriminalität (ODC) hat sich die Koka-Anbaufläche in Peru wieder auf 46.000 Hektar erhöht; Zentren sind der Oberlauf des Flusses Huallaga, die Region des Apurimac und der Unterlauf des Urubamba, ganz in der Nähe von Machu Picchu. Als der neue ODC-Direktor Antonio Maria Costa kürzlich aus Wien auf Inspektionstour kam, wurde er von den Koka-Bauern in der Nähe der Provinzstadt Tingo María zur Rede gestellt. Die Bauern beklagten sich über den schleppenden Fortgang von Infrastruktur- und Entwicklungsprojekten und über die herrschende Korruption.

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