Notstand der Artenvielfalt

Wir haben unsere natürliche Umwelt und ihre Vielfalt an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Welcher Schaden angerichtet wurde und wie wir ihn reparieren können.

Von Dinyar Godrej

Der letzte Strohhalm, an den wir uns klammern, könnte aus Plastik sein ...© Illustration: Thomas Kussin

Ende 2019 wurde ein seltsames, schönes Lebewesen für ausgestorben erklärt. Seine Art hatte mindestens 200 Millionen Jahre lang existiert; sie überlebte auch die Auslöschung der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Wir Menschen, Homo sapiens, treiben uns dagegen erst seit vielleicht 300.000 Jahren auf diesem Planeten herum: Der Schwertstör, auch bekannt als Chinesischer Schwertfisch, konnte bis zu drei, vielleicht sogar bis zu sieben Meter lang werden, mit einer langen Schnauze, mit der er elektrische Felder wahrnehmen und seine Beute lokalisieren konnte, mit lustigen kleinen Augen und einem breiten Maul. Sein Verschwinden hatte keine natürlichen Ursachen. Er wurde überfischt – noch in den 1970ern wurden jedes Jahr 25 Tonnen aus dem Wasser geholt.

Der Todesstoß waren aber wohl die neuen Staudämme am Jangtsekiang, seinem Habitat, die den Weg zu seinen Laichgebieten flussaufwärts blockierten. Als man versuchte, ihn zu retten, war es zu spät. Der letzte Schwertstör wurde 2003 gesichtet, und ausgestorben war er wohl schon Jahre vor der offiziellen Traueranzeige, wie das Magazin National Geographic recherchierte.

515 Wirbeltierarten droht schon bald dasselbe Schicksal, so eine im Juni 2020 veröffentlichte Studie – ihre Populationen sind auf weniger als 1.000 Individuen geschrumpft, bei mehr als der Hälfte dieser Arten sogar auf weniger als 250. Insgesamt, so eine Schätzung des Weltbiodiversitätsrats IPBES, dürfte eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sein – viele Arten sind bisher nicht dokumentiert und unbekannt.

Für Biologinnen und Biologen ist das drohende Artensterben ein ebenso dringliches Problem wie die Klimakatastrophe, vielleicht sogar das größere – Aussterben ist unumkehrbar; verschwindet eine Art, ist sie für immer verloren.

Mit ihr verschwinden eine Vielzahl einzigartiger, über Millionen von Jahren erworbener Eigenschaften, ihr Genom, ihre Phänotypen und ihre Interaktionen mit ihrem Ökosystem. Es ist gefährlich, wenn im Netz der Natur, in der alles mit allem verwoben ist, eine Lücke entsteht – die Auslöschung einer Art kann eine Kettenreaktion auslösen und weitere Arten zum Untergang verdammen.

Dass Arten aussterben, ist nichts Besonderes – dazu kam es schon seit den Anfängen des Lebens auf der Erde. Aber der Prozess hat sich beschleunigt. Aus dem Studium von Fossilien lässt sich ableiten, dass eine Wirbeltierart bisher ein bis drei Millionen Jahre überlebte – eine zugegeben sehr grobe Schätzung, aber die beste, die wir haben. Heute dagegen hat etwa eine Vogelart eine erwartete Lebensdauer von nur 5.000 Jahren, und Pflanzenarten sterben 500 Mal schneller aus als unter natürlichen Verhältnissen zu erwarten wäre.

Globaler Kollaps. Das Artensterben ist die Spitze des Eisbergs einer weit dramatischeren, weltweiten Entwicklung. Während die Populationen der wenigen Tierarten, die Menschen für ihre Zwecke züchten, explosionsartig zugenommen haben, bezeichnen Fachleute das, was mit wildlebenden Tieren passiert, als „biologische Vernichtung“. Zwischen 1970 und 2016 verringerten sich die Populationen von wildlebenden Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien um 68 Prozent, so der „Living Planet“-Bericht 2020 der Umweltorganisation WWF.

Mit Insektenarten befassen sich einschlägige Studien oft gar nicht. Unzählige könnten verschwinden, ohne dass die Menschheit von ihrer Existenz gewusst hätte. Einer aktuellen, im April 2020 im Fachmedium Science veröffentlichten Metastudie zufolge, der langfristige Erhebungen in 41 Ländern in fünf Kontinenten zugrunde lagen, schrumpfen die Populationen und die Biomasse von Landinsekten jedes Jahr um fast ein Prozent.

Wie würden wir reagieren, wenn wir Menschen von einer solchen Katastrophe betroffen wären? Bei Verfassung dieses Artikels waren 0,017 Prozent der Weltbevölkerung an oder mit Covid-19 gestorben, und was das mit uns angerichtet hat, ist offensichtlich.

Tatsächlich ist die Pandemie zum Teil auf dieselben Faktoren zurückzuführen, die dem Niedergang der Biodiversität zugrunde liegen, in diesem Fall auf den engen Kontakt zwischen Menschen und Wildtieren durch die Fragmentierung von Habitaten.

Heute warnen Wissenschaftler*innen vor einem sechsten Massenaussterben. Während die früheren ideale Szenarien für B-Movies hergaben, mit gigantischen Vulkanausbrüchen und einschlagenden Meteoriten, ist die aktuelle Version auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Die menschlichen Eingriffe in die natürliche Umwelt haben ein Ausmaß erreicht, das manche veranlasst, unser Zeitalter als „Anthropozän“ zu bezeichnen, ein Begriff, den der niederländische Chemiker Paul Crutzen 2002 geprägt hat.

Es scheint so, als ob wir eine Art von Jenga oder Mikado im planetaren Maßstab spielen würden. Die ersten paar Steine, die wir beim globalen Geschicklichkeitsspiel herausziehen, scheinen dem Stapel nichts anzuhaben, aber mit jedem Stein wird er immer wackeliger, bis er plötzlich einstürzt. Der Kollaps des Ökosystems ist heute nicht mehr bloß eine dystopische Fantasie. Er könnte zu unserem eigenen Aussterben führen oder uns eine Zukunft bescheren, die kaum weniger düster ist: Die Menschheit könnte mit knapper Not überleben, aber in einer „leeren Welt“, warnte Elizabeth Maruma Mrema, Exekutivsekretärin des Übereinkommen über die biologische Vielfalt (UN-Biodiversitätskonvention, CBD).

Naturschutz-Blues. Diese Schreckensvisionen müssen aber nicht eintreten. Ökosysteme können sich erholen, wenn man ihnen die Chance dazu gibt, ihnen Raum lässt und sie schützt. Aber jetzt noch umzusteuern erfordert herkulische Anstrengungen, einen Kampf an vielen, miteinander verbundenen Fronten: gegen die laufende Zerstörung von Habitaten, die rücksichtlose Ausbeutung von Wildpflanzen und Wildtieren (darunter der illegale internationale Wildtierhandel), den Klimanotstand, die Umweltverschmutzung, invasive Arten und eingeschleppte Krankheiten. Und all diese Bemühungen sind in einer von Ungleichheit geprägten Welt viel schwieriger.

Die unmittelbare Reaktion auf die Zerstörung der Natur ist der Versuch, sie zu bewahren, indem man sich auf den Schutz bestimmter Habitate und Arten konzentriert. Eine schwierige Aufgabe, erst recht in der Klimakrise.

Wie begegnet man etwa dem Rückgang der Populationen insektenfressender Vogelarten im Amazonasgebiet, wenn die steigenden Temperaturen ihre Nahrungsgrundlage vernichten? Was ist mit Pflanzenarten, die in höher gelegene Gebiete wandern müssten, um die Erwärmung zu überleben, aber in einer unmöglichen Geschwindigkeit? Oder Tierarten, die dasselbe tun müssten, aber nicht können, weil es keine Migrationskorridore oder nicht einmal neue geeignete Habitate gibt?

Für Robert Watson, vormals Vorsitzender des Weltbiodiversitätsrats IPBES, ist die Antwort klar: „Wir können die Bedrohungen durch die menschlich verursachte Klimakrise und den Verlust an Biodiversität nicht voneinander getrennt bekämpfen“, so Watson im britischen Guardian: „Entweder wir lösen beide Probleme oder keines von beiden.“

River of People with Blind Rhino, This Empty World.© Nick Brandt / Courtesy of Atlas Gallery, London

Teil des Problems. Doch auch der Naturschutz selbst steckt in einer Krise und stößt immer wieder an enge Grenzen. Viel zu oft fehlen die politischen Rahmenbedingungen und mangelt es an politischem Willen, und es sind NGOs, die versuchen, die Lücke zu füllen. Die ganz großen unter ihnen haben oft auf die Strategie gesetzt, den wirtschaftlichen Wert der Natur und ihrer Dienstleistungen in den Vordergrund zu rücken, im Gegensatz zum Wert der unberührten Natur an sich.

Das macht es schwierig, sich für Arten einzusetzen, die keinen wirtschaftlichen Wert haben, zumindest nicht unmittelbar. Darüber hinaus waren diese Organisationen nur zu gerne bereit, Spenden von Unternehmen zu akzeptieren, die aktiv an der Zerstörung der Natur beteiligt sind, darunter Bergbaukonzerne und die Öl- und Gasbranche.

Mit dem Angebot von „Credits“ für die Erhaltung der Biodiversität und CO2-Ausgleichszahlungen, die nichts am angerichteten Schaden ändern, helfen sie ihnen noch dazu, ihre Aktivitäten grün zu waschen.

Schlimmer noch war die von ihnen praktizierte Version von Naturschutz, von Kritiker*innen als „Fortress Conservation“ bezeichnet – man könnte auch sagen: Naturschutz ohne Menschen. Im Namen der Biodiversität zäunt man ganze Landstriche ein, während die indigenen Gemeinschaften, die auf und von diesem Land leben, an den Rand gedrängt und oft verfolgt und vertrieben werden. Dabei sind sie es, die die Natur tatsächlich schützen.

Wer Letzteres bezweifelt, dem sei eine in Environmental Science & Policy 2019 veröffentlichte Studie ans Herz gelegt, bei der mehr als 15.000 Standorte in Australien, Brasilien und Kanada miteinander verglichen wurden.

Das Ergebnis: Die Artenvielfalt in den Gebieten, die von indigenen Gemeinschaften verwaltet wurden, war etwas höher als in den Naturschutzgebieten, und in Brasilien und Kanada beherbergten sie sogar mehr bedrohte Arten als Schutzgebiete – obwohl die Indigenen diese Gebiete weiter zum Jagen und Sammeln nutzten. (Siehe Interview mit Hindou Oumarou Ibrahim auf Seite 36.)

Kürzlich entzog die US-Regierung Naturschutzorganisationen, darunter dem WWF und der Wildlife Conservation Society, wegen Menschenrechtsverletzungen in Afrika Förderungen von 12,5 Mio. US-Dollar. Ohne Zustimmung indigener Gemeinschaften zu ihren Aktivitäten, so die Warnung, würde es kein Geld mehr geben.

River Bed with Hyenas, This Empty World.© Nick Brandt / Courtesy of Atlas Gallery, London

Unersättlicher Appetit. Es ist kein Wunder, dass die jüngste, im Rahmen der Biodiversitätskonvention erhobene Forderung für Alarmstimmung bei Organisationen gesorgt hat, die sich für die Rechte indigener Völker einsetzen: Ein Drittel des Planeten soll zum Naturschutzgebiet erklärt werden.

Wenn das nach dem Schema der „Fortress Conservation“ geschähe, könnte sich das zum „größten Landraub der Geschichte“ auswachsen, so Stephen Corry, CEO von Survival International. Die Einbeziehung indigener Gemeinschaften taucht heute zwar allenthalben in Zielformulierungen und Grundsatzpapieren auf, auch auf höchster Ebene. Es bleibt aber noch viel zu tun, um diese Versprechen einzulösen.

Mehr Raum für die Natur könnte auch entstehen, wenn es weniger Druck gäbe, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen immer weiter voranzutreiben. Einer verbreiteten Vorstellung nach wird die Erde von der wachsenden Zahl der Menschen einfach „überrannt“, wie es David Attenborough formulierte, der Superstar in der Welt des Naturschutzes. Mit der Wirklichkeit hat diese Vorstellung jedoch wenig zu tun. Für den Druck auf die Natur ist in erster Linie der Ressourcenhunger der reichsten Länder verantwortlich.

Beispiel Ernährung, hier ist sich die Wissenschaft einig: Wir erzeugen bereits ausreichend Nahrungsmittel, um alle zu ernähren, und es besteht kein Bedarf, zusätzliche Flächen landwirtschaftlich zu nutzen – selbst ohne zu berücksichtigen, dass ein Drittel der Nahrungsmittel weggeworfen wird oder verdirbt.

Doch zwei Drittel der Entwaldung in den tropischen Breiten gehen laut Recherchen der Plattform Mongabay auf das Konto großer Agrokonzerne, die den Wald roden, um Soja, Rindfleisch und Palmöl zu produzieren.

Die Viehzucht benötigt fast 80 Prozent aller landwirtschaftlich genutzten Flächen, liefert aber nur 20 Prozent des Kalorienangebots.

Wenn alle Menschen sich so ernähren würden wie der Durchschnitt der US-Bevölkerung, rechnete die Forscherin Hannah Ritchie von der University Oxford vor, bräuchte man 137 Prozent der bewohnbaren Flächen der Erde allein für die Landwirtschaft, aber nur 22 Prozent, wenn wir alle indische Ernährungsgewohnheiten übernähmen.

Um das Bild der Ungleichheit zu komplettieren: Nur ein Prozent der Landwirtschaftsbetriebe kontrolliert 70 Prozent aller agrarischen Nutzflächen (Quelle: International Land Coalition, 2020). Von wem die Welt „überrannt“ wird, ist offensichtlich.

Heute findet in vielen Ländern des Globalen Südens ein massiver Ausbau der Infrastruktur statt.

Ein Erfordernis der „Entwicklung“? Mitnichten. Die meisten dieser Projekte sind nicht dazu gedacht, lokale Gemeinschaften voranzubringen, ihnen Zugang zu medizinischer Versorgung oder zu Erwerbsmöglichkeiten zu eröffnen, sondern bloß dazu, die Ausbeutung und den Abtransport natürlicher Ressourcen zu ermöglichen.

Den Motor runterfahren. Um diesen unaufhörlichen – und oft unnötigen – Druck auf die Natur zu verringern, wird es erforderlich sein, sich vom Streben nach ständigem Wachstum und exponentieller Steigerung des Konsums zu verabschieden. Nicht nur von linken „Randgruppen“, auch von etablierten Persönlichkeiten der Umweltbewegung ist nun Kritik an der kapitalistischen Konsumkultur zu vernehmen.

Es gibt auch ernst gemeinte Appelle an den Westen, dass es an der Zeit sei, mit dem Nehmen aufzuhören und die Entwicklungszusammenarbeit wieder hochzuschrauben. Zwischenstaatliche Institutionen wie der Weltbiodiversitätsrat IPBES erwecken den Anschein, die technokratischen Schuppen wären ihnen endlich von den Augen gefallen, und plädieren für einen tiefgreifenden Wandel.

Unter den erfolgversprechenden Ansätzen, laut IPBES: „Übernahme diverser Visionen eines Guten Lebens; Gesamtverringerung von Konsum und Abfall; Verringerung der Ungleichheit; Gerechtigkeit und Inklusion im Naturschutz“ etc.

Wird dieses Heraufdämmern des Bewusstseins rechtzeitig echte Veränderungen bewirken? Die 196 Unterzeichnerstaaten der Biodiversitätskonvention hatten 20 Ziele für die Biodiversität für das Jahrzehnt 2011-2020 vereinbart. Kein einziges davon war mit Ende der Dekade erreicht. Die nächste Gesprächsrunde ist für Mai 2021 im chinesischen Kunming anberaumt.

Wird der Turbokapitalismus, mit der Hoffnung auf Impfungen und in Anbetracht des auf 26.000 Mrd. Dollar geschätzten Schadens der Covid-19-Pandemie, wieder Fahrt aufnehmen?

Oder kann uns die politische Transformation gelingen, die nötig ist, damit wir Menschen uns gegenüber dem Rest der Natur weniger wie rachsüchtige Götter verhalten? Der Schlüssel dazu ist Gleichheit.

Der Rechtswissenschaftler und Kommentator Jedediah Purdy bringt es in einem Beitrag für das Magazin Dissent prägnant auf den Punkt: „Ohne wirtschaftliche und soziale Sicherheit wird die Welt zu einem unsicheren Ort, einem Ort, an dem man niemals zu viel Schutz haben kann, soll heißen zu viel Reichtum. Unsicherheit sorgt daher für unersättliche Ansprüche an die Natur“, betont der Autor des Buches „Die Welt und wir – Politik im Anthropozän.“

Und weiter: „Hier treffen sich Umweltschutz und Egalitarismus. Nur eine Wirtschaft mit mehr Sicherheit wird wahrscheinlich politische Kräfte hervorbringen, die sich für eine Begrenzung des Wirtschaftswachstums einsetzen, denn nur eine sichere Wirtschaft würde es ermöglichen, einen wirtschaftlichen Abschwung zu tolerieren.“ Das Netz des Lebens wird immer löchriger. Mit Behutsamkeit und Vernunft können wir verhindern, dass es zerreißt.

Copyright New Internationalist

Da Sie schon mal hier sind: Qualitätsjournalismus kostet Geld, und ist wichtiger denn je. Seit 2017 ist das Südwind-Magazin vollkommen unabhängig. Unterstützen Sie unsere kritische Berichterstattung mit einem Abo oder einer Spende. Vielen Dank!

Quellen der Originalversion

Douglas Main, „The Chinese paddlefish, one of world’s largest fish, has gone extinct“, National Geographic, 8. Jänner 2020, www.nationalgeographic.com/animals/2020/01/chinese-paddlefish-one-of-largest-fish-extinct

G Ceballos, P.R. Ehrlich und P.H. Raven, „Vertebrates on the brink as indicators of biological annihilation and the sixth mass extinction“, PNAS, 1. Juni 2020, www.pnas.org/content/117/24/13596

IPBES, Global assessment report on biodiversity and ecosystem services, 2019, ipbes.net/global-assessment

Arne Mooers, „Bird species are facing extinction hundreds of times faster than previously thought“, The Conversation, 16. Jänner 2020, theconversation.com/bird-species-are-facing-extinction-hundreds-of-times-faster-than-previously-thought-129134

BBC News, 11. Juni 2019, www.bbc.com/news/science-environment-48584515

WWF, Living planet report 2020, livingplanet.panda.org/en-us

Stuart Reynolds, „Insects: worldwide study reveals widespread decline since 1925“, The Conversation, 23. April 2020, theconversation.com/insects-worldwide-study-reveals-widespread-decline-since-1925-137089

Robert Watson, „Loss of biodiversity is just as catastrophic as climate change“, The Guardian, 6. Mai 2019, www.theguardian.com/commentisfree/2019/may/06/biodiversity-climate-change-mass-extinctions

Jeremy Hance, „Has big conservation gone astray?“, Mongabay, 26. April 2016, news.mongabay.com/2016/04/big-conservation-gone-astray

Richard Schuster et al, „Biodiversity on Indigenous lands equals that in protected areas“, bioRxiv, 15 Mai 2018, www.biorxiv.org/content/10.1101/321935v1.full

Survival International, 2. Oktober 2020, "Atrocities prompt US authorities to halt funding to WWF, WCS in major blow to conservation industry“, www.survivalinternational.org/news/12475

Stephen Corry, „The big green lie“, CounterPunch, 26. Juni 2020, www.counterpunch.org/2020/06/26/the-big-green-lie

Claire Asher, „Brazil soy trade linked to widespread deforestation, carbon emissions“, Mongabay, 3. April 2019, news.mongabay.com/2019/04/brazil-soy-trade-linked-to-widespread-deforestation-carbon-emissions

Hannah Ritchie, „How much of the world’s land would we need in order to feed the global population with the average diet of a given country?“, Our World in Data, 3. Oktober 2017, ourworldindata.org/agricultural-land-by-global-diets

International Land Coalition, Uneven Ground, 2020, www.landcoalition.org/en/uneven-ground

Damian Carrington, „Megaprojects risk pushing forests past tipping point“, The Guardian, 19. November 2020, www.theguardian.com/environment/2020/nov/19/megaprojects-risk-pushing-forests-past-tipping-point-report

Jedediah Britton-Purdy, „An environmentalism for the Left“, Dissent, Herbst 2015, www.dissentmagazine.org/article/after-nature-left-environmentalism-jedediah-purdy

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen