Österreich bringt Buddha nach Hause

Das Völkerkundemuseum in Wien entdeckte den Diebstahl eines wertvollen Buddha-Kopfes aus Nepal – und die österreichische Botschafterin gab das Prunkstück nun persönlich zurück. SÜDWIND-Mitarbeiter Robert Lessmann war dabei.

Zur Rückgabe des wertvollen Dipankara-Buddha nutzte Österreichs Botschafterin in Indien und Nepal, Jutta Stefan-Bastl, ihren Antrittsbesuch in Kathmandu Ende Oktober. Dipankara (wörtlich: Lichtmacher – übertragen: der zuerst das Licht der Lehre entzündete) ist ein Vorgänger des historischen Buddha, der im Himalaya-Königreich große Verehrung genießt. Die Maske aus dem 17. Jahrhundert war 19 Monate vorher in der Tempelstadt Patan gestohlen worden und schließlich in Wien aufgetaucht. Der SÜDWIND berichtete darüber vor genau einem Jahr (SWM 12/02 S.9 und 24).
Die Rückgabe ist ein erfreuliches Signal dafür, dass Kunst- und Kulturraub nicht mehr unwidersprochen und tatenlos hingenommen werden. Passender Rahmen für die feierliche Zeremonie war der historische Keshar-Mahal-Garden im Herzen Kathmandus, der im Zuge eines Projekts von Öko Himal mit Mitteln der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit restauriert wird. Die Arbeiten sind zur Hälfte abgeschlossen.
Unmittelbare Kulisse für die Übergabe war der bereits wieder hergestellte „Basanta“- oder Frühlingspavillon, der als Kaffeehaus genutzt werden soll. „Der Garten und seine Architektur stellen ein historisches und kulturelles Monument von Weltrang dar“, sagt Projektleiter Götz Hagmüller. Ziel des Projekts ist es, mit der Erhaltung des Gartens eine grüne Lunge und Oase der Ruhe im Zentrum Kathmandus zu schaffen. Kommerzielle Nutzungsmöglichkeiten sollen gewährleisten, dass die Anlage in Zukunft ihre Erhaltung selbst finanzieren kann.

nach oben

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen