Orte, die einladen

Nach Valparaiso und Dakar sind heuer Fotos von kleinen Betrieben aus Hanoi und Favoriten zu sehen.

Von WeH
Seit 2003 arbeitet „kulturen in bewegung“ an einem Projekt, das kleine Gewerbebetriebe und Geschäfte rund um den Globus fotografisch dokumentiert und in Ausstellungen für die Öffentlichkeit sichtbar macht. Bisher waren die chilenische Hafenstadt Valparaiso, Senegals Hauptstadt Dakar und jeweils auch Favoriten, der 10. Wiener Gemeindebezirk, die Stationen; heuer stand als letzter Teil des Projekts Hanoi am Programm. In Favoriten wurden auf diese Weise bereits an die 60 Betriebe dokumentiert.
Die von der chilenischen Fotografin Carla Bobadilla aufgenommenen Bilder präsentieren eine aussterbende Welt. Allenthalben werden die „einladenden Orte“ geschlossen, die Lokale abgerissen; die Globalisierung frisst gnadenlos alle Kleingewerbe-Strukturen.
Dieser bei uns fast schon abgeschlossene Prozess verläuft in der so genannten Dritten Welt langsamer, doch ebenso unaufhaltsam. In Hanoi etwa fand die Fotografin in der Altstadt noch Suppenküchen, kleine Läden und Betriebe sowie StraßenverkäuferInnen, doch arbeiten die globalen Investoren bereits daran, die Altstadt zu „modernisieren“.

Die Fotodokumentation über das Kleingewerbe in Hanoi und Favoriten im Zeitalter der Globalisierung wird am 6. Oktober eröffnet (siehe Terminkalender); am 15. November gibt es in der Diplomatischen Akademie eine Fachtagung zum Thema, bei der Fachleute und Betroffene die Auswirkungen der Globalisierung auf die lokalen Kleingewerbe-Strukturen analysieren und Alternativmodelle vorstellen. Zu den vier Stationen der Foto-Weltreise gibt es auch Postkartenserien käuflich zu erwerben.

Informationen darüber und zum Projekt auf www.kultureninbewegung.org

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