Salsamuffin

Von Werner Leiss

Eigentlich heißt er Bruno Garcia und kommt aus Frankreich. Irgendwo in der Nähe der Schweizer Grenze ist er 1964 geboren. Wegen seines Vaters, eines Basken, verbrachte er einen Teil seiner Kindheit in Bilbao, ehe die Familie nach Paris zog. Der elterliche Haushalt war stets weltoffen und Schallplatten gab es aus der ganzen Welt. Garcia wurde zunächst zu einem erfolgreichen Bestandteil der französischen Punk- und Indie-Rockszene. In den 1990ern begannen die nebeneinander existierenden Musikstile wie Reggae, Hip Hop, arabische Musik und Latin in Frankreich eine Koalition zu bilden. Entstanden ist eine hybride Musik, die an Garcia keineswegs spurlos vorübergegangen ist. Es war die Zeit, als aus Bruno ein Sergent wurde. Seither entwickelte er einen überaus erfolgreichen Mix aus Dancehall und Reggae, in Verbindung mit Latin-Grooves, und nannte das Ganze Salsamuffin. Das macht Stimmung und verkauft sich gut, insbesondere in Europa und Lateinamerika. Manu Chao hat sich zwar nicht in den Ruhestand begeben, denn er tourt gerade durch den Balkan. Aber er hat schon lange kein neues Album herausgebracht. Macht nichts, die Party geht weiter, es gibt ja auch noch Sergent Garcia. Der ist streckenweise ohnehin anspruchsvoller.

Sergent Garcia
Una Y Otra Vez
Cumbancha, Vertrieb: Hoanzl

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