Strafbares Liedgut

Von Redaktion ·

Usbekistan

Wer der Leier zarte Saiten spannt und dabei böse Lieder singt, begeht in Usbekistan ein Verbrechen. Der Sänger Dadachon Chasanow wurde Anfang September wegen seiner Lieder über das Massaker von Andischan zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zwei Fans des Sängers sitzen wegen dessen Liedern bereits im Gefängnis. Sie hatten im November 2005 während einer Taxifahrt einige Lieder Chasanows gehört. Der Taxifahrer schwärzte seine Fahrgäste bei den usbekischen Behörden an, woraufhin die beiden vor einem halben Jahr zu Haftstrafen von vier und sechs Jahren verurteilt wurden. Der 66-jährige Barde aus dem zentralasiatischen Staat hatte nach dem Massaker von Andischan zur Feder gegriffen und einen Liederzyklus über das Morden in der usbekischen Provinzstadt geschrieben. Am 13. Mai 2005 hatten auf Geheiß des usbekischen Präsidenten Islam Karimow Sicherheitskräfte des Landes einen Volksaufstand niedergeschlagen und wahllos in eine mehrtausendköpfige Menschenmenge geschossen.

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