Süd-Süd-Lexikon I: Staaten

Von Redaktion ·

ALBA: Siehe Einleitungsartikel S. 30, www.alternativabolivariana.org

ASEAN: Die „Vereinigung südostasiatischer Staaten“ ist ein Zusammenschluss von inzwischen zehn asiatischen Staaten. Seit Mitte der 1990er Jahre traten Vietnam, Laos, Kambodscha und auch Burma bei. Außer der wirtschaftlichen Integration werden im Rahmen der ASEAN auch zunehmend Sicherheitsfragen diskutiert. www.aseansec.org

CARICOM: Die „Karibische Gemeinschaft“ ist eine Organisation mit Sitz in Georgetown (Guyana). Ziel der CARICOM ist die Koordinierung der Außenpolitik sowie Kooperation in den Bereichen Gesundheit und Soziales, Erziehung, Kultur und Sport, Wissenschaft und Technik. Zur wirtschaftlichen Integration wurde der „Karibische Gemeinsame Markt“ gegründet. www.caricom.org

ECOWAS: Die „Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten“ umfasst nach dem Austritt Mauretaniens noch 15 Staaten. Das eigentliche Ziel der regionalen wirtschaftlichen Integration ist gegenüber den militärischen Kriseninterventionen in den Hintergrund getreten. Nigeria hat sich als regionale Vormacht etabliert. www.ecowas.int

G-20: Siehe Einleitungsartikel S. 29f.

MERCOSUR: Der „Gemeinsame Markt des Südens“ bildete sich 1991 als eine Initiative von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Bolivien, Chile, Peru und Venezuela sind assoziierte Mitglieder. Die Mercosur-Länder verstehen sich als wirtschaftliche Partner und als Gegengewicht zu den USA. Die Verhandlungen über ein Abkommen mit der EU liegen schon längere Zeit auf Eis. www.redmercosur.org.uy

NAFTA: Das „Nordamerikanische Freihandelsabkommen“, das am 1. Jänner 1994 in Kraft trat, umfasst Mexiko, die Vereinigten Staaten und Kanada. Es sollte die Vorstufe einer gesamtamerikanischen Freihandelszone darstellen, doch löste sich dieses Lieblingsprojekt von Präsident George W. Bush durch starke zivilgesellschaftliche Proteste und ein wachsendes Selbstbewusstsein der lateinamerikanischen Staaten in Luft auf. www.nafta-sec-alena.org

NEPAD: Die „Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung“ ist so etwas wie das sozio-ökonomische Instrument der „Afrikanischen Union“ (AU); der Gründungsbeschluss fiel auf dem 37. AU-Gipfel (damals noch OAU) 2001. Ziel ist die Armutsbekämpfung und eine nachhaltige Entwicklung. www.nepad.org

Neue Weltwirtschaftsordnung, NWWO: Spätestens bei der großen dritten UNCTAD-Konferenz 1972 in Santiago de Chile wurden die Forderungen der so genannten Dritten Welt an die Staaten des Nordens nach einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung unüberhörbar. Die bisherige Benachteiligung des Südens im Rahmen des Welthandelssystems sollte abgebaut werden. Die NWWO blieb jedoch im Bereich theoretischer Diskussionen stecken.

OPEC: Siehe Einleitungsartikel S. 28

Organisation der Islamischen Konferenz, OIC: Diese Ende der 1960er Jahre entstandene, mittlerweile knapp 60 Staaten umfassende Institution soll den Kampf der muslimischen Länder zur Absicherung ihrer Würde und Unabhängigkeit unterstützen. Teil der OIC ist auch die Islamische Entwicklungsbank und ein Solidaritätsfonds. Der Staatenverband ist jedoch durch konkurrierende nationale Interessen und zwischenstaatliche Konflikte stark geschwächt. www.oic-oci.org

SADC: Siehe Artikel auf S. 32, www.sadc.int

UNASUR: Die „Union Südamerikanischer Nationen“ umfasst alle zwölf unabhängigen südamerikanischen Staaten, der Gründungsvertrag wurde im Mai 2008 in Brasilia unterzeichnet. Das Hauptsekretariat der Staatenunion hat seinen Sitz in Quito (Ecuador), die Mitgliederversammlung in der bolivianischen Stadt Cochabamba.
Bis zum Jahre 2025 soll eine der Europäischen Union vergleichbare Integration erreicht werden. Geplant sind gemeinsame Währung, Parlament und Reisepässe. www.comunidadandina.org/sudamerica.htm

UNCTAD: Die „UN-Konferenz zu Handel und Entwicklung“ spielte in den 1970er Jahren eine wichtige Rolle als Forum für Diskussionen und Verhandlungen für eine Neue Weltwirtschaftsordnung. Abgesehen von begrenzten Erfolgen bei der Stabilisierung von Rohstoffpreisen blieben diese Bemühungen erfolglos. Die Entwicklungen in den 1980er Jahren (das „verlorene Jahrzehnt“ mit explodierender Verschuldung der Länder des Südens und dem Ende der Blockkonfrontation) drängten die UNCTAD, der alle UN-Mitgliedstaaten angehören, an den Rand der Bedeutungslosigkeit. www.unctad.org.

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