Südwind-Magazin unterwegs

Wir liefern Weitblick

Mitte Februar platzierte das Südwind-Redaktionsteam eine drei Meter große Weltkugel mit den durchgestrichenen Kontinenten Afrika, Asien und Lateinamerika vor dem Außenministerium – als Symbol für die Lücke, die durch den Wegfall des Südwind-Magazins in der österreichischen Medienlandschaft entstehen würde.

Förderstopp verhindert weltoffene Berichterstattung: Südwind-MitarbeiterInnen überkleben symbolisch Kontinente.© Daniel Auer

Mit dabei hatte das Team die 6.000 Unterstützungserklärungen für die im Dezember gestarteten Petition „Herr Minister Kurz, retten Sie das Südwind-Magazin!“

Die Ende 2016 kurzfristig bekanntgegebene Einstellung der Förderung des österreichischen Leitmediums für Entwicklungspolitik durch die dem Außenministerium unterstellte Austrian Development Agency (ADA), nach über 37 Jahren Partnerschaft, hatte Empörung ausgelöst. Doch Kurz blieb untätig.

Die ADA betonte mehrmals, dass Südwind auch für die kommenden beiden Jahre mit über 1,5 Mio. Euro gefördert wird. Und man hoffe, so die Austrian Development Agency, dass es dadurch genug Ressourcen gäbe, das Magazin fortzuführen. Doch die von der ADA genehmigten Fördermittel sind gemäß dem Projektantrag konkreten Aktivitäten zugeordnet, wie zum Beispiel der Betreuung von fünf Infotheken in Dornbirn, Innsbruck, Graz, Linz und Wiener Neustadt oder Seminaren für LehrerInnen und JugendarbeiterInnen. „Das Südwind-Magazin ist dezidiert von dieser För­­derung ausgenommen“, betont Herwig Adam vom Verein Südwind.

Der Globus auf dem Weg zum Außenministerium.© Daniel Auer

Jetzt erst recht! Das Südwind-Magazin kämpft trotzdem weiter. Denn Rückenwind bekommt das Redaktionsteam weiter von den LeserInnen und UnterstützerInnen: Stand Redaktionsschluss kamen seit Bekanntwerden des Förderstopps 800 neue Abos dazu, 200 in den vergangenen vier Wochen; zudem Spenden und viel Solidarität.

Weitere 800 neue Abos sind jetzt nötig, um das gerade in weltpolitisch turbulenten Zeiten wie diesen weitblickende Magazin zu retten. Dabei kann auf unterschiedliche Art und Weise geholfen werden. Wer selbst schon ein Abo hat, kann uns weiterempfehlen. Oder gibt es Organisationen, die an Kooperationen interessiert sind?

Es entwickeln sich zudem kreative Solidaritäts-Ideen, die erst im Anfangsstadium sind. Wer mit aktiv werden will, melde sich bei uns:     magazin@suedwind.at

Weitere Infos gibt es zudem unter: www.suedwind-magazin.at/retten

Vielen Dank!

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